Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Politik - newsburger.de

Bodo Ramelow

© DiG / TRIALON / CC BY 3.0

16.11.2014

Thüringen Ramelow bietet Stasi-Opfern Dialog an

„Ich mache jetzt Termine mit entsprechenden Initiativen.“

Erfurt – Der Linkspartei-Kandidat für das Amt des Thüringer Ministerpräsidenten, Bodo Ramelow, will sich persönlich für eine Aussöhnung zwischen seiner Partei und Opfern der SED-Diktatur einsetzen.

„Dass mit meiner Kandidatur bei manchen Opfern eine Retraumatisierung eingesetzt hat, nehme ich sehr ernst“, sagte Ramelow dem Nachrichten-Magazin „Der Spiegel“. „Ich mache jetzt Termine mit entsprechenden Initiativen. Ich gehe auf alle zu, die mit mir reden wollen, dränge mich aber niemandem auf.“

Man dürfe den Dialog nicht zu einer Inszenierung machen, so Ramelow: „Einige Opfer haben so viele Langzeitschäden, dass es nicht hilfreich ist, wenn ich anklopfe und sage: Hier bin ich, ich will mal reden.“

Von der Linkspartei forderte der 58-Jährige eine entschlossenere Aufarbeitung der eigenen DDR-Vergangenheit. Das habe man „zeitweise schleifen lassen“, kritisierte Ramelow.

Er leugne nicht, dass die DDR als Unrechtsstaat bezeichnet werden könne. „Auf gut Deutsch: Jedes kleine oder größere Arschloch im DDR-Apparat konnte in das Leben der anderen eingreifen. Das war entsetzlich.“

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/thueringen-ramelow-bietet-stasi-opfern-dialog-an-75088.html

Weitere Nachrichten

Martin Schulz

© über dts Nachrichtenagentur

SPD Martin Schulz gegen Große Koalition nach Bundestagswahl

Der SPD-Parteichef und Kanzlerkandidat, Martin Schulz, hat sich von einer möglichen Großen Koalition unter Führung von Bundeskanzlerin Merkel, nach der ...

SPD-Logo

© über dts Nachrichtenagentur

SPD Sonderparteitag beschließt Wahlprogramm einstimmig

Der außerordentliche SPD-Bundesparteitag hat das Wahlprogramm für die Bundestagswahl 2017 ohne Gegenstimmen beschlossen - bei einer Enthaltung. "Mit dem ...

Solidaritätszuschlag

© über dts Nachrichtenagentur

Schäuble Soli-Abschaffung vor 2030 möglich

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich offen dafür gezeigt, den Solidaritätszuschlag früher als bis zum Jahr 2030 abzuschaffen. "Natürlich ...

Weitere Schlagzeilen