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Wolfgang Thierse

© Christoph Müller / CC BY-SA 3.0

26.01.2015

Pegida Thierse für Gespräche mit islamfeindlicher Bewegung

„Ein Gespräch zu führen heißt nicht nur Zustimmung.“

Halle – Der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) hat sich trotz persönlicher Bedrohungen für Gespräche mit Anhängern der islamfeindlichen Pegida-Bewegung ausgesprochen.

„Ein Gespräch zu führen heißt nicht nur Zustimmung, sondern es schließt den Widerspruch gegen Ausländerfeindlichkeit, Rassismus und anti-demokratisches Verhalten ein“, sagte er der in Halle erscheinenden „Mitteldeutschen Zeitung“ (Online-Ausgabe).

„Man muss über die Nöte und Ängste der Leute sprechen, ohne ihnen nach dem Munde zu reden. Insofern finde ich es gut, dass Sigmar Gabriel in Dresden war.“

Thierse hatte nach seiner Teilnahme an der Diskussion mit der Pegida-Organisatorin Kathrin Oertel in der Sendung „Günther Jauch“ am 18. Januar selbst massenhaft Drohungen via E-Mail aus dem Pegida-Lager bekommen. Ein Mann schrieb, er hoffe, dass die Bürger ihn nach einem Attentat wie in Paris „im Schnellverfahren aufhängen“. Und ein anderer teilte mit: „Ich wünsche Ihnen einen langsamen und qualvollen Tod.“

Der SPD-Politiker erklärte, er finde das Ausmaß der Feindseligkeit „erschreckend“. Dennoch sei er der Meinung: „Einer Volkspartei steht Gesprächsbereitschaft besser zu Gesicht als das Gegenteil.“

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