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07.08.2011

Textilkonzern Hennes & Mauritz geht juristisch gegen Betriebsräte vor

Berlin – Der Textilkonzern Hennes & Mauritz (H&M) geht juristisch gegen Betriebsräte vor. Vor dem Berliner Arbeitsgericht hat die schwedische Modekette ein Amtsenthebungsverfahren gegen den fünfköpfigen Betriebsrat der Filiale in der Berliner Friedrichstraße beantragt, wie der „Spiegel“ meldet. Grund soll der regelmäßige Widerstand der Arbeitnehmervertreter gegen die Dienstpläne der Filialleitung sein, die angeblich nicht mit den Arbeitszeitregelungen übereinstimmten.

Auch in einer Filiale in Trier wurde der Betriebsrat mit einem Amtsenthebungsverfahren und dem Rausschmiss der betreffenden Mitarbeiter konfrontiert. In Stuttgart wiederum soll Mitarbeitern mit Lohnabzug gedroht worden sein, sollten sie während ihrer Arbeitszeit an einer Betriebsversammlung teilnehmen.

„Das Amtsenthebungsverfahren in Berlin ist der vorläufige Höhepunkt einer langen Auseinandersetzung zwischen Unternehmen und Arbeitnehmern“, sagte Johann Rösch, der bei Verdi für den Bereich Einzelhandel verantwortlich ist. „H&M hat ein völlig gestörtes Verhältnis zu der Arbeit von Betriebsräten.“ Tatsächlich gibt es nur in rund einem Viertel der 385 Filialen in Deutschland Betriebsräte.

In den vorliegenden Fällen gehe es „um grobe Pflichtverstöße und um unverhältnismäßigen Zeitaufwand“, rechtfertigt H&M sein Vorgehen. In der Regel sei die Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat aber „konstruktiv und vertrauensvoll“, eine juristische Klärung „immer die letzte von uns gewählte Option“.

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