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Telekom-Tarifgespräche ergebnislos abgebrochen

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24.04.2012

Zusammenfassung Telekom-Tarifgespräche ergebnislos abgebrochen

Ver.di-Verhandlungskommission empfiehlt Scheitern der Verhandlungen.

Düsseldorf – Die Tarifverhandlungen für die rund 50.000 Beschäftigten der Telekom Deutschland GmbH sind am Dienstag ohne Ergebnis abgebrochen worden. Die Verhandlungskommission der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di kündigte an, sie werde der Tarifkommission empfehlen, das Scheitern der Verhandlungen zu erklären.

Die Telekom hatte zuvor in der vierten Tarifrunde ihr erstes Angebot vorgelegt. Nach eigenen Angaben bot das Unternehmen den Beschäftigten 3,5 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von 18 Monaten, verlangte aber im Gegenzug eine Modernisierung der Arbeitszeit- und Entgeltregelungen.

Ver.di-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder bezeichnete das Angebot der Telekom als eine Zumutung. „Während die Unternehmensführung die Aktionäre mit einer Dividende von drei Milliarden Euro beglückt, sollen die Beschäftigten den Abschluss aus eigener Tasche finanzieren. Das ist unredlich.“ Die Gewerkschaft bezifferte die vom Unternehmen angebotenen Lohnerhöhungen umgerechnet auf ein Jahr auf gerade einmal 1,32 Prozent. Und selbst diese Anhebung solle durch Arbeitszeitverlängerungen und andere Verschlechterungen gegenfinanziert werden.

Die ver.di-Tarifkommission wird nun auf einer Sitzung am 3. Mai über das weitere Vorgehen entscheiden. Bereits am 2. Mai findet die vierte Runde der Verhandlungen über die Einkommen der etwa 18.500 Tarifangestellten von T-Systems statt. Am kommenden Wochenende wird nach Gewerkschaftsangaben außerdem mit einer Empfehlung im Rahmen der laufenden Schlichtung bei der DTAG (Deutsche Telekom AG) gerechnet. Dort werden rund 7.500 Tarifangestellte der zentralen Bereiche sowie 9.000 Auszubildende erfasst. In allen drei Unternehmenssparten zusammen arbeiten gut 85.000 Tarifangestellte.

Für sie fordert ver.di 6,5 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Darüber hinaus soll der Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen bei den T-Systems-Gesellschaften verlängert werden.

Begleitet worden waren die Tarifverhandlungen am Dienstag von einer Kundgebung vor dem Verhandlungsort, auf der rund 10.000 Telekom-Beschäftigte die Gewerkschaftsforderungen unterstützten.

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