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Telekom-Chef sieht Breitbandausbau in Deutschland gefährdet

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16.01.2011

Telekom-Chef sieht Breitbandausbau in Deutschland gefährdet

Berlin – Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, René Obermann, sieht den geplanten flächendeckenden Breitbandausbau in Deutschland gefährdet, wenn die Regulierungen für die Telekommunikationsbranche nicht gelockert werden.

„Das ehrgeizige und richtige Ziel der Regierung, Breitband in Deutschland flächendeckend auszubauen, ist gefährdet. Doch die Volkswirtschaft braucht schnelle Internetzugänge. Aber dann dürfen die Regulierungsbehörden in Brüssel und Bonn der Industrie nicht Umsätze in Milliardenhöhe wegregulieren, die für Investitionen fehlen“, sagte Obermann der „Bild am Sonntag“.

Die Telekom sei zwar bereit, „einen erheblichen Teil“ der Kosten in Höhe von 40 bis 60 Milliarden Euro aufzubringen, so Obermann, „doch dafür müssen sich die Rahmenbedingungen spürbar verbessern“.

Der Telekom-Chef weiter: „Die staatliche Regulierung in Europa und Deutschland setzt immer noch überwiegend auf Preissenkungen für die Verbraucher statt auf Investitionen. Uns fehlen Planungssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen. Wohin soll das führen? Am Ende wird der Internetanschluss vielleicht umsonst sein, aber die wirklich schnellen Netze werden nicht gebaut und die bestehenden werden überlastet. Das nutzt am Ende auch den Verbrauchern nichts.“

Die Bundesregierung hatte beschlossen bis 2014 dafür zu sorgen, dass 75 Prozent der Haushalte Deutschlands Zugang zu schnellem Internet bekommen. Die aus seiner Sicht überzogene Regulierung machte Obermann auch für den schwächelnden Kurs der T-Aktie mitverantwortlich: „Preisverfall, harter Wettbewerb und vor allem eine überzogene Regulierung machen uns das Leben schwer. Und das spiegelt sich auch in den Aktienkursen wider.“

Dennoch habe die Telekom in den letzten Jahren an die Aktionäre regelmäßig eine gute Dividende bezahlt, so Obermann. „Und wenn Sie zum Beispiel für 2010 die Summe aus Dividende und Kurs sehen, dann sind Sie mit uns besser gefahren als mit fast allen anderen europäischen Telekommunikationsunternehmen.“

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