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Teilnehmer wollen spaltbares Material besser sichern

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27.03.2012

Gipfel zur Nuklearsicherheit Teilnehmer wollen spaltbares Material besser sichern

Deutschland setzt nicht mit Forderung nach Kontrolle zivil genutzter Substanzen durch.

Frankfurt/Main – Vertreter von mehr als 50 Staaten haben sich in der Abschlusserklärung des Atomgipfels in Seoul zur atomaren Abrüstung und zum Kampf gegen die Weiterverbreitung von Kernwaffen verpflichtet. Der Atomterrorismus sei eine der größten Herausforderungen für die internationale Sicherheit, hieß es in dem am Dienstag veröffentlichten Papier.

Der Vorschlag Deutschlands, auch zivil genutzte Materialien künftig strenger zu kontrollieren, wurde in die Abschlusserklärung aufgenommen. Fast überall auf der Welt gebe es neben atomwaffenfähigem Material weitere Strahlenquellen – in Medizin, Forschung und Industrie, hatte Bundesaußenminister Guido Westerwelle zuvor gesagt. Dieses Material müsse genauso geschützt werden wie etwa gefährliche Abfälle aus Kernkraftwerken. Es stelle eine Gefahr dar und könne zum Bau „schmutziger Bomben“ missbraucht werden.

Zudem wurden die Staaten dazu aufgerufen, bei der Kontrolle spaltbaren Materials künftig enger zusammenzuarbeiten. Jedes Land müsse eigene Schutzmechanismen entwickeln, hieß es in dem Papier. Über die Weltzollorganisation und die internationale Polizeibehörde Interpol sollten die Kontrollen koordiniert werden.

Die beteiligten Staaten bekräftigten in der Abschlusserklärung ihr Ziel, bis 2014 jegliches atomwaffenfähiges Material auf der Welt zu sichern. Neben dem neuen Fokus auf zivil genutzte Substanzen soll auch der Schutz beim Transport von radioaktivem Material verbessert werden. Zudem sollen die Instrumente der nuklearen Forensik weiterentwickelt werden, die es möglich machen, die Herkunft solcher Materialien zu bestimmen. Mehr als Willensbekundungen lieferte das Abschlussdokument allerdings nicht. Die Bemühungen sind ausdrücklich freiwillig.

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