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Tarifvertrag zu Abbau von 6.000 Stellen bei E.on vereinbart

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24.01.2012

Unternehmen Tarifvertrag zu Abbau von 6.000 Stellen bei E.on vereinbart

Betriebsbedingte Kündigungen weitgehend ausgeschlossen.

Düsseldorf – Die Gewerkschaften ver.di und IG BCE haben mit dem Energiekonzern E.on einen Tarifvertrag zur sozialverträglichen Umsetzung des Abbaus von 6.000 Stellen in Deutschland vereinbart. Damit seien “die Voraussetzungen geschaffen, dass bei E.on betriebsbedingte Kündigungen weitgehend ausgeschlossen sind”, teilte das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mit.

Der Tarifvertrag läuft bis 2016 und sieht Vorruhestandsregelungen, Abfindungen, die Gründung einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft sowie zeitlich nachgelagert die Einrichtung einer Transfergesellschaft vor. Mit dem Programm “E.on 2.0″ will das Unternehmen seine beeinflussbaren Kosten bis 2015 auf 9,5 Milliarden Euro senken. Weltweit sollen 11.000 Stellen abgebaut werden. In Deutschland beschäftigt das Unternehmen rund 35.000 Mitarbeiter, weltweit sind es etwa 79.000.

Erhard Ott vom ver.di-Bundesvorstand lobte an dem Abschluss, dass es gelungen sei, den Betroffenen “ein hohes Maß an sozialer Sicherheit und Zukunftsperspektiven zu geben”. Es sei hart gerungen worden, letztlich hätten sich aber beide Seiten aufeinander zu bewegt. Auch sein Kollege Peter Hausmann, Tarifvorstand der IG BCE erklärte: “Der Tarifvertrag zeigt, dass auch in einer schwierigen Situation ein akzeptables Ergebnis möglich ist.”

E.on-Arbeitsdirektorin Regine Stachelhaus wurde mit den Worten zitiert, alle Beteiligten an den Verhandlungen seien “ihrer Verantwortung gerecht geworden. Wir schaffen damit die Voraussetzungen dafür, Beschäftigte von Arbeit in Arbeit zu bringen und E.on 2.0 wie geplant umzusetzen.” Damit sei Spielraum für Zukunftsinvestitionen gewonnen.

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