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Tarifstreit bei Air Berlin geht weiter

Berlin – Der Tarifstreit bei der „Air Berlin“ geht in die nächste Runde. Die Piloten von Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft lehnten den Ende August gefundenen Kompromiss mit großer Mehrheit ab. Das ist das am Freitag bekannt gewordene Ergebnis einer Urabstimmung. Der Tarifstreit währt bereits seit Monaten: Im März konnten Warnstreiks in letzter Sekunde abgewendet werden, nachdem sich die Pilotengewerkschaft „Cockpit“ Hoffnung auf eine Tariflösung machen konnte, zu der es nun letztlich doch nicht gekommen ist. Bei dem Streit geht es unter anderem um zukünftige Arbeitsbedingungen wie Flugdienst-, Ruhe- und Bereitschaftszeiten.

Weitere strittige Punkte sind die täglichen Änderungen der Dienstpläne des Cockpitpersonals und die von den Piloten geforderte verstärkte Flugbesatzung bei Langstreckenflügen. Bei anderen deutschen Airlines sei es wegen der besonderen Belastung auf bestimmten Langstreckenflügen mit einer gewissen Streckenlänge üblich, einen dritten Piloten auf den Flügen einzusetzen. Die Air Berlin Group fliegt entgegen dieser Praxis lediglich mit zwei Piloten die Ziele im Westen der USA, Fernost und Südafrika an. Dies sei aus Sicht der betroffenen Piloten nicht mehr akzeptabel, hieß es bei der Piloten-Gewerkschaft „Cockpit“.

15.10.2010 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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