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Ver.di verteidigt Warnstreiks im öffentlichen Dienst

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19.02.2013

Tarife Ver.di verteidigt Warnstreiks im öffentlichen Dienst

„Wir machen ja auch noch nicht das ganz große Fass auf“

Baden-Baden – Die Gewerkschaft ver.di hat Kritik an den Arbeitsniederlegungen im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes der Länder zurückgewiesen. „Wir machen ja auch noch nicht das ganz große Fass auf, sondern wir machen im Moment Warnstreiks“, sagte die baden-württembergische Landeschefin Leni Breymaier am Dienstag im Südwestrundfunk (SWR). Problematisch für die Gewerkschaft sei dabei, dass von Streiks im öffentlichen Dienst der Länder nicht Müllabfuhr oder Verkehrsunternehmen betroffen seien, die große Wahrnehmung bleibe dabei aus.

Zugleich verteidigte Breymaier die Forderung nach 6,5 Prozent mehr Lohn. Das Argument klammer Kassen könne nicht gelten, denn der Grund dafür seien die Kosten durch Wiedervereinigung, Bankenrettung und „besinnungslose Steuersenkungen“. Die Länder müssten sich darum kümmern, wie Geld in die Kassen kommt, „weil wir alle ein Interesse daran haben, dass dieser öffentliche Dienst gut funktioniert“. Dieser sei „ein ganz erheblicher Standortfaktor für einen reibungslosen Ablauf dessen, wovon die Privatwirtschaft auch profitiert“.

Die Gewerkschaften ver.di und GEW haben nach dem Auftakt am Montag in Berlin die Streiks auf andere Bundesländer ausgeweitet. In der vergangenen Woche waren die Tarifverhandlungen zwischen den Gewerkschaften auf der einen Seite sowie den Bundesländern ohne Hessen auf der anderen Seite in Potsdam ergebnislos vertagt worden.

Die Gewerkschaften fordern für die bundesweit rund 800.000 Beschäftigten der Länder eine Lohnerhöhung von 6,5 Prozent sowie für Auszubildende eine Übernahmegarantie und 100 Euro mehr pro Monat. Für 7. und 8. März ist in Potsdam die dritte Verhandlungsrunde geplant.

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