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Gewerkschaften setzen Warnstreiks fort

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21.02.2013

Öffentlicher Dienst Gewerkschaften setzen Warnstreiks fort

Weitere Gespräche Anfang März.

Berlin – Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder haben die Gewerkschaften am Donnerstag erneut Hunderte Beschäftigte in mehreren Bundesländern für Warnstreiks mobilisiert. Schwerpunkt der Aktionen war in Bayern, wo sich laut Gewerkschaft ver.di insgesamt 1.400 Beschäftigte an dem Arbeitskampf beteiligten. Auch in Niedersachsen und Baden-Württemberg legten Beschäftigte erneut die Arbeit nieder und demonstrierten.

In München kamen am Morgen nach Gewerkschaftsangaben rund 400 Beschäftigte zu einer Streikversammlung vor dem DGB-Haus zusammen, in Regensburg versammelten sich etwa 350 Menschen. Auch in Erlangen, Würzburg und Rosenheim gab es Aktionen. Bestreikt wurden dabei weite Teile des Freistaats: In etwa 70 Dienststellen ruhte die Arbeit, unter anderem in Kliniken, Hochschulen, Straßen- und Autobahnmeistereien, am Staatstheater und in zahlreichen Ämtern.

In Niedersachsen wurden wegen des Warnstreiks viele verschneite Straßen in und um Hannover nicht geräumt. Die Räumfahrzeuge blieben in den Depots. Auch Beschäftigte der Medizinischen Hochschule, der Tierärztlichen Hochschule sowie weiterer Behörden legten die Arbeit nieder. In der Innenstadt von Hannover beteiligten sich etwa 700 Menschen an einem Demonstrationszug.

Auch in Baden-Württemberg beteiligten sich noch einmal mehrere Hundert Angestellte an dem Ausstand. Die Streiks verliefen laut ver.di aber deutlich ruhiger als in den vergangenen Tagen.

Ver.di, die Bildungsgewerkschaft GEW und die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordern für die rund 800.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder unter anderem ein Lohnplus von 6,5 Prozent, eine Übernahmegarantie für Auszubildende und die tarifliche Eingruppierung von angestellten Lehrkräften. „Wird hier Anfang März kein tragfähiges Angebot vorgelegt, werden wir nachlegen,“ drohte ver.di-Chef Frank Bsirske am Mittwoch in Saarbrücken.

Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) als Arbeitgeberseite hat bisher noch kein Angebot vorgelegt. Die zweite Runde der Verhandlungen war in der vergangenen Woche ergebnislos vertagt worden. Nun wollen sich die Tarifparteien am 7. und 8. März erneut in Potsdam zu Gesprächen treffen.

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