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Opposition will wieder an den Gesprächstisch

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26.02.2013

Syrien Opposition will wieder an den Gesprächstisch

Nationale Koalition hebt angekündigten Boykott des Rom-Treffens auf.

Beirut/London – Die syrische Opposition will nun doch an Gesprächen mit US-Außenminister John Kerry in Rom teilnehmen. Der Führer der Nationalen Koalition, Moas al Chatib, sagte, er werde eine Delegation zu dem für diese Woche geplanten Treffen der sogenannten Freunde Syriens leiten. Außerdem habe er auch eine Einladung zu Gesprächen in Washington angenommen.

Zuvor hatten die oppositionellen Kräfte in Syrien noch gesagt, sie würden das Treffen in Rom aus Protest gegen aus ihrer Sicht mangelnde militärische Unterstützung boykottieren. Die jetzige Kehrtwende kam, nachdem Kerry und sein britischer Amtskollege William Hague bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in London weitere Hilfen versprochen hatten.

Kerry hatte die Opposition gebeten, doch an den Gesprächen teilzunehmen und versprochen, die USA arbeiteten weiter mit ihren Partnern an humanitärer Hilfe für Syrien. „Wir sind entschlossen, die syrische Opposition nicht in der Luft hängen zu lassen“, versicherte er. Großbritanniens Außenminister Hague sagte, sein Land plädiere für mehr humanitäre Hilfe und bemühe sich darum, das EU-Waffenembargo gegen Syrien zu erweitern.

Kerry: Assad muss gehen

Kerry forderte den syrischen Präsidenten Baschar al Assad zum Rücktritt auf. Assads Regierung habe Aleppo in den vergangenen Tagen mit Raketen beschossen. Dies sei ein neues Zeichen für Assads Brutalität. „Und es ist ein weiterer Beweis dafür, dass Assad gehen muss“, sagte Kerry.

Kerry befindet sich zurzeit auf seiner ersten Auslandsreise als US-Außenminister und wollte am Dienstag in Berlin mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow über den Konflikt in Syrien sprechen, bei dem nach Angaben der Vereinten Nationen etwa 70.000 Menschen getötet worden sind. Bis zum 6. März wird er unter anderem Frankreich, Italien, die Türkei und Ägypten besuchen.

Syrische Regierung zeigt sich verhandlungsbereit

Der syrische Außenminister Walid al Muallem sprach am Montag in Moskau mit Lawrow. Vor der Begegnung sagte er, seine Regierung sei bereit, mit der bewaffneten Opposition zu verhandeln. Die Regierung in Damaskus habe sich einer friedlichen Lösung des Konflikts verschrieben.

Am Sonntag hatten bereits der syrische Ministerpräsident Wael al Haki und Informationsminister Omran al Subi gesagt, die Regierung habe sich einem Dialog mit allen politischen, sozialen und ökonomischen Kräften verschrieben, berichtete die amtliche syrische Nachrichtenagentur SANA am Montag. Dazu zählten auch die Opposition und bewaffnete Kräfte, sofern diese ihre Waffen niederlegten.

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