newsburger.de Nachrichten aus aller Welt

David Cameron
© Open Government Licence v1.0

Kampf gegen "IS" London entscheidet über Beteiligung an Bombardement

Bislang lieferten die Briten Waffen.

Erbil/New York/London – Das Parlament in London berät über eine Beteiligung der britischen Luftwaffe an den Luftangriffen auf Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Irak.

Es wird erwartet, dass sich eine breite Mehrheit der aus der Sommerpause gerufenen Abgeordneten hinter die Pläne von Premierminister David Cameron stellt. Bislang lieferten die Briten Waffen; Deutschland tut es ihnen nun gleich: Mit Verzögerung trafen Bundeswehr-Waffen und -Ausbilder im Nordirak ein.

Rechtliche Hindernisse für eine Beteiligung britischer Kampfflugzeuge am Anti-IS-Kampf sieht London nicht. Die Regierung begründete dies mit der Bitte Bagdads um internationale Militärhilfe. Cameron hatte zuvor erklärt, Großbritannien sei „bereit, seinen Beitrag zu leisten.“ Die Londoner Regierung schätzt die Gefahr durch radikalisierte Rückkehrer als sehr hoch ein. An Angriffen in Syrien soll sich die britische Luftwaffe aber nicht beteiligen.

In dem Nachbarland hatten die USA und arabische Verbündete zuvor nach IS-Stellungen auch Öl-Anlagen der Dschihadisten unter Beschuss genommen. Ziel war es, durch die Angriffe die wichtigsten Einnahmequellen der Dschihadisten zu zerstören. Unklar war zunächst, ob die zwölf Raffinerien im Osten des Landes entscheidend getroffen wurden. Das US-Militär erklärte, erste Hinweise deuteten darauf hin.

Bei den Bombardierungen wurden nach einer Mitteilung der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 14 IS-Kämpfer getötet. Auch fünf Zivilisten seien ums Leben gekommen, darunter ein Kind. Die IS-Terrormiliz beherrscht im Norden und Osten Syriens ungefähr ein Drittel der Fläche des Landes. Auch im Irak kontrolliert sie weite Teile.

Die sieben großen Industrienationen (G7) suchen daher nach weiteren Verbündeten. Beim ersten Treffen unter neuem deutschen Vorsitz appellierten die G7-Außenminister am Donnerstag in New York an weitere arabische Staaten, die Bemühungen um eine Stabilisierung des Iraks zu unterstützen. In einer schriftlichen Erklärung forderten die G7 die bedingungslose Freilassung aller IS-Geiseln.

Nach dem Eintreffen der Ausbilder und Waffen kann die Bundeswehr im Nordirak nun kurdische Kämpfer an Panzerfäusten, Gewehren und Munition schulen. Bei einem Überraschungsbesuch in Erbil hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen den Kurden zuvor langfristige Solidarität für ihren Kampf gegen die Terrormiliz zugesagt. Zugleich versprach sie weitere Unterstützung für die Hunderttausenden Flüchtlinge im Nordirak.

Für Aufregung sorgte in New York der irakische Regierungschef Haidar al-Abadi, der von Anschlagsplänen islamistischer Terroristen berichtete. Der irakische Geheimdienst habe nach mehreren Festnahmen entsprechende Informationen über Anschläge erhalten. Die aus den USA und Frankreich stammenden Islamisten hätten die U-Bahnen in Paris und amerikanischen Großstädten angreifen wollen, sagte Al-Abadi. US-Behörden konnten solche Meldungen allerdings nicht bestätigen.

26.09.2014 © dpa / newsburger.de

Weitere Meldungen

Sicherheitsexperte Weltraumkommando der Bundeswehr „bedeutsamer Schritt“

Der Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik (BAKS), Ekkehard Brose, begrüßt die für diesen Dienstag geplante Indienststellung des Weltraumkommandos der Bundeswehr in Kalkar als einen "bedeutsamen Schritt". Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) sagte ...

Bayernpartei Europäische Zentralbank verspielt das letzte bisschen an Vertrauen

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren geldpolitischen Kurs geändert. Nach ihrer gestrigen Sitzung verkündete sie ein Aufweichen des Inflationsziels. Nicht mehr knapp unter zwei Prozent, sondern genau zwei Prozent soll also künftig die Inflation betragen. ...

Fußball-EM Deutsch-Ungarische Gesellschaft kritisiert Stimmungsmache

CDU-Außenexperte Rückkehr Russlands in den Kreis der G7 vorerst unrealistisch

Nach Anzeige von Exilanten Lukaschenkos Regime unter „Beobachtung“

Kubicki zu Sturm auf Kapitol „Ein vergleichbarer Angriff wäre hier nicht möglich“

Wagenknecht Deutschen Trump verhindern

CDU Merz freut sich auf Treffen mit Team Biden

US-Autor T.C. Boyle Biden kann Spaltung Amerikas überwinden

Montgomery zu US-Corona-Plänen „Fraglich ob Biden das Ruder noch herumreißen kann“

Neugewählter US-Präsident SPD erwartet baldigen Deutschlandbesuch von Joe Biden

Verteidigungsausgaben SPD will mit Biden zu neuem Maßstab kommen

Röttgen zu US-Wahl „Es kann jetzt zu Gewalt kommen“

US-Präsidentschaftswahl 2020 Mehr als 141 000 Personen in Deutschland wahlberechtigt

Schulze Klimaschutzabkommen steht auch ohne USA

"Es wird wieder ernst" Österreich verschärft Corona-Maßnahmen

Bericht Deutschland nicht mehr Hauptziel der Asylsuchenden

"TikTok" Bundesamt ließ Video-App Tiktok auf Sicherheitsrisiken prüfen

CDU-Außenexperte US-Präsidentschaftswahl weiter offen

Maas Neuer US-Präsident bringt keine Kehrtwende in der Außenpolitik

« Vorheriger ArtikelNächster Artikel »