Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Politik - newsburger.de

Bundeswehr-Soldaten

© über dts Nachrichtenagentur

26.08.2013

Syrien-Konflikt Van Aken fordert Bundeswehr-Abzug aus Türkei

Das Mandat decke keinen Einsatz in einem Kriegsgebiet ab.

Berlin – Der Vize-Vorsitzende der Linkspartei, Jan van Aken, hat die Bundesregierung angesichts einer möglichen militärischen Intervention des Westens im Syrien-Konflikt aufgefordert, die deutschen Soldaten aus dem türkisch-syrischen Grenzgebiet abzuziehen.

„Die Bundesregierung muss sofort die Soldaten und Patriot-Raketen aus der Türkei abziehen, denn sie können jeden Moment in einen heißen Krieg gezogen werden“, sagte van Aken „Handelsblatt-Online„. Die Bundesregierung habe die Pflicht, das zu verhindern. Das Mandat decke keinen Einsatz in einem Kriegsgebiet ab.

Harsche Kritik äußerte van Aken an Washington, weil sich die USA auf ein Eingreifen in Syrien vorbereiten. „Noch ist nicht sicher, ob es einen Chemiewaffeneinsatz gegeben hat, und wer es denn war. Und schon setzt das Kriegsgerassel aus London und Washington ein“, sagte er. „Die Situation ist extrem heikel, es könnte bald zu einem Flächenbrand in der gesamten Region kommen“, warnte van Aken.

Der verteidigungspolitische Sprecher der Grünen, Omid Nouripour, warnte ebenfalls vor übereilten Aktionen vor allem der Amerikaner: „Das Ergebnis der unabhängigen Untersuchung muss dringend abgewartet werden“, sagte er dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe), nachdem die Führung in Damaskus den Weg dafür freigemacht hatte. „Sollte der Giftgasangriff von Assads Truppen begangen worden sein, dann haben die Russen keine Ausreden mehr, die Hand auch weiterhin schützend über ihn zu halten“, so Nouripour weiter.

Politiker für politische Lösung des Konflikts

Der SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich plädierte für eine politische Lösung des Konflikts. „Die Versorgung der Verletzten, Aufklärung und eine vermittelte Waffenruhe zur Linderung des Flüchtlingsdramas sind derzeit die geeigneten Instrumente“, sagte Mützenich „Handelsblatt-Online“. „Die Bundesregierung muss im Rahmen der Partnerschaften mit den USA und anderer Länder auf Konsultationen drängen und alle Fragen erörtern.“

Zugleich forderte Mützenich, den Vorwurf, dass in den vergangenen Tagen im syrischen Bürgerkrieg chemische Kampfstoffe eingesetzt wurden, „unverzüglich durch unabhängige und fachkundige Institutionen“ zu überprüfen. Es reiche aber nicht aus, den Chemiewaffen-Experten der Vereinten Nationen alle Freiheiten, Kompetenzen und Unterstützung zu gewähren, die für diese Aufgabe erforderlich sind. „Zusätzlich sollten auch weitere Experten einreisen können“, sagte der SPD-Politiker.

Auch den Hinweisen der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“, wonach rund 3.500 Menschen an Vergiftungserscheinungen erkrankt und zum Teil gestorben sein sollen, müsse nachgegangen werden.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/syrien-konflikt-van-aken-fordert-bundeswehr-abzug-aus-tuerkei-65148.html

Weitere Nachrichten

Peer Steinbrück

© über dts Nachrichtenagentur

SPD Seeheimer verurteilen Steinbrücks Schulz-Kritik

Auch der konservative Flügel innerhalb der SPD, der Seeheimer Kreis, zu dem sich auch Ex-Finanzminister Peer Steinbrück zählte, weist dessen Kritik am ...

Angela Merkel

© über dts Nachrichtenagentur

Bierzelt-Rede Merkel kritisiert USA nach G7-Gipfel scharf

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach dem G7-Gipfel auf Sizilien die US-Regierung scharf kritisiert. Die Zeiten, in denen Deutschland sich auf andere ...

Cem Özdemir

© über dts Nachrichtenagentur

Grüne Özdemir sieht Bündnis mit Linkspartei skeptisch

Vier Monate vor der Bundestagswahl hat sich Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir skeptisch über ein Bündnis mit der Linkspartei geäußert. Die Grünen würden ...

Weitere Schlagzeilen