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Jürgen Trittin

© Bündnis 90 / Die Grünen / CC BY-SA 2.0

04.12.2015

Trittin Syrien-Einsatz erschwert politische Lösung

„Dennoch muss man alles dafür tun, um sie zu finden.“

Berlin – Der Außenpolitiker der Grünen, Jürgen Trittin, fürchtet, dass die Ausweitung der Bombardements in Syrien und die deutsche Beteiligung eine politische Lösung des Konflikts erschweren. „Dennoch muss man alles dafür tun, um sie zu finden“, sagte Trittin mit Blick auf die Wiener Syrien-Gespräche im Interview der Wochenzeitung „Das Parlament“ (Montagausgabe).

Eine politische Lösung sei die wichtigste Voraussetzung, um die Terrormiliz IS zurück zu drängen. Trittin führte aus, dass man für eine Befriedung des Landes zu einem „inklusiven Regierungshandeln“ kommen müsse. Das bedeute, dass die alevitische Minderheit, der Machthaber Assad angehört, nicht weiter die sunnitische Mehrheit unterjochen dürfe. Umgekehrt gelte: „Es wird eine Lösung in Syrien nur geben, wenn auch die Teile der Bevölkerung, die zur Zeit Assad unterstützen, eine Chance auf Teilhabe haben, zusammen mit den anderen, die bisher keine hatten.“

Der Fehler im Irak sei es gewesen, die sunnitische Minderheit, die dort unter Saddam Hussein geherrscht hatte, nach dessen Sturz auszugrenzen. „Das hat zu einer Verbrüderung zwischen der IS und den erfahrenen militärischen Kadern der alten irakischen Armee geführt. Erst wenn es uns gelingt, das wieder aufzubrechen, und die Sunniten in Syrien wie im Irak bereit sind, selber mit dem IS zu brechen, erst dann wird man es schaffen, ihn zu isolieren“, sagte Trittin.

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