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Ehemaliger Geheimdienstchef wird Präsident

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09.04.2012

Südossetien Ehemaliger Geheimdienstchef wird Präsident

Leonid Tibilow gewinnt Stichwahl.

Tiflis – In der von Georgien abtrünnigen Region Südossetien ist der ehemalige Geheimdienstchef Leonid Tibilow zum Präsidenten gewählt worden. Nach der Stichwahl erklärte die Wahlkommission am Montag, Tibilow habe 54 Prozent der Stimmen erhalten. Sein Rivale, der Menschenrechtsbeauftragte David Sanakojew, kam demnach auf 42 Prozent. Im Interview mit der Station Stimme Russlands, sagte Tibilow, er werde sich für eine stärkere Integration mit Russland einsetzen.

Es war der vierte Anlauf zur Wahl eines Präsidenten innerhalb von fünf Monaten. Bei einer später annullierten Wahl im November vergangenen Jahres gewann die kremlkritische Kandidatin Alla Dschiojewa, die nicht erneut zur Wahl antrat. Die Regierung Georgiens in Tiflis bezeichnete auch die erneute Wahl als unzulässig.

Der 60-jährige Tibilow ist ein ehemaliger Offizier des sowjetischen Geheimdienstes KGB und wurde 1992 zum Sicherheitsminister Südossetiens ernannt, kurz nachdem die Gebirgsregion sich nach einem Krieg von Georgien für unabhängig erklärte. Tibilow wurde später zum stellvertretenden Ministerpräsidenten ernannt.

Im Jahr 2008 kam es erneut zu Kampfhandlungen zwischen südossetischen Separatisten und georgischen Truppen, woraufhin Russland auf der Seite Südossetiens eingriff. Russland ist einer der weinigen Staaten die Südossetien als eigenständigen Staat anerkannt haben.

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