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Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye

© Kim Min-Hee über dpa

12.01.2015

Südkorea Präsidentin offen für Treffen mit Nordkoreas Machthaber

„Wenn es hilft, kann es ein innerkoreanisches Gipfeltreffen geben.“

Seoul – Süd- und Nordkorea gehen im neuen Jahr trotz Spannungen vorsichtig aufeinander zu. Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye zeigte sich offen für ein Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un – ohne Vorbedingungen.

Wenn es um Fragen einer friedlichen Wiedervereinigung gehe, sollte es allerdings auch Gespräche über das nordkoreanische Atomprogramm geben, sagte Park. Das sei aber nicht automatisch eine Vorbedingung.

„Wenn es hilft, kann es ein innerkoreanisches Gipfeltreffen geben“, betonte Park. Sie sei bereit, sich mit Jedem zu treffen, um die Schmerzen der Landesteilung zu überwinden.

Kim hatte sich in einer Ansprache am 1. Januar ebenfalls zu einem Treffen auf höchster Ebene bereiterklärt. Allerdings hatte er angedeutet, dass zuvor die Militärmanöver Südkoreas mit den USA eingestellt werden müssten.

Es gibt bisher keine konkreten Anzeichen für ein neues Spitzentreffen. Seit der Teilung der koreanischen Halbinsel vor 70 Jahren gab es nur zwei solcher Treffen auf höchster Ebene – in den Jahren 2000 und 2007.

Park warf dem Regime des kommunistische Nachbarlandes vor, sich „nicht aktiv für einen Dialog einzusetzen“. Sie rief Pjöngjang erneut auf, auf Seouls Vorschläge für neue Regierungsgespräche vom Dezember einzugehen. Dabei solle es vor allem um neue Treffen zwischen auseinandergerissenen Familien gehen.

Park hatte sich seit ihrem Amtsantritt vor knapp zwei Jahren mehrfach zu einem Treffen mit Kim bereiterklärt. Allerdings bekräftigte sie immer wieder, dass es dabei auch um die Beseitigung der Atomwaffen Nordkoreas gehen müsse.

Am Samstag hatten Nordkoreas Staatsmedien berichtet, dass Pjöngjang der Regierung in Washington einen vorläufigen Verzicht auf neue Kernwaffentests angeboten habe, wenn die USA ihre Manöver in Südkorea in diesem Jahr aussetzen würden.

Auch äußerte Park ihre Hoffnung auf ein Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe. Allerdings seien die Bedingungen dafür bisher noch nicht geschaffen worden. Sie warf Abe vor, sich nicht angemessen dem Problem der durch die japanische Armee im Zweiten Weltkrieg betriebenen Sexsklaverei stellen zu wollen. „Weil die Opfer schon so alt sind, könnte diese Angelegenheit für immer ungelöst bleiben, wenn es nicht bald eine Lösung gibt.“ Vor allem Frauen aus Korea waren betroffen.

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