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Suche nach vermisstem Windpark-Arbeiter eingestellt

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26.01.2012

Rettungsdienst Suche nach vermisstem Windpark-Arbeiter eingestellt

Windpark-Firmen wollen eigene Rettungsleitstelle gründen.

Bremen – Die Bergungsarbeiten und die Suche nach dem in der Nordsee vermissten Arbeiter am Offshore Windpark “BARD 1″ ist am Donnerstag von der Betreiberfirma des Parks ausgesetzt worden. “Die Arbeiten im Umfeld der betroffenen Windkraftanlage wurden zunächst eingestellt”, teilte die Firma BARD am Donnerstag in Bremen mit. Die Taucher des Bergungsteams hätten wegen des schlechten Wetters die Suche auf dem Meeresgrund in 40 Meter Tiefe nicht fortsetzen können.

Wie das Unternehmen weiter mitteilte, sollte am Freitagabend ein Tauchroboter an der Unfallstelle 100 Kilometer nordwestlich der Nordseeinsel Borkum eintreffen und die Suche aufnehmen. Auch seien die Taucher des Bergungsteams optimistisch, am Samstag bei besserem Wetter weitere Tauchgänge durchführen zu können.

Die Suchaktion nach dem 31-jährigen Deutschen war bereits mit Einbruch der Dunkelheit am Mittwoch eingestellt und am Donnerstag für abgeschlossen erklärt worden. Ein Sprecher der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sagte, es bestehe nach über einem Tag keine Hoffnung mehr, den Mann lebend aus der Nordsee zu retten. An der Rettungsaktion waren nach Angaben der DGzRS-Leitung in Bremen zwei Seenotrettungskreuzer, mehrere andere Schiffe sowie Marine- und Polizeihubschrauber beteiligt.

Während der Rettungsarbeiten wurde ein nautischer Offizier an der Hand verletzt. Er wurde mit einem Hubschrauber der Bundespolizei nach Helgoland ausgeflogen.

Am Mittwochmorgen war eine Arbeitsplattform am Fundament der Windkraftanlage abgestürzt und hatte den 31-Jährigen mit in die Tiefe gerissen. Die Nordsee hatte zum Unglückszeitpunkt eine Wassertemperatur von fünf Grad Celsius. Ein zweiter Arbeiter konnte sich bei dem Absturz gerade noch in Sicherheit bringen und blieb unverletzt.

In Bremen berieten am Donnerstag Windparkbetreiber mit der DGzRS über die Einrichtung einer eigenen Rettungsleitstelle für die Windkraftanlagen vor der Deutschen Nordseeküste. Die neue Leitstelle und deren Rettungsmittel sollen an die Organisationsstrukturen der Seenotretter angegliedert, aber von der Windkraftindustrie finanziert werden. Das von Förderern und Spendern aufgebrachte Budget des Rettungswerkes soll dafür nicht angetastet werden. Denkbar wäre laut DGzRS, dass die Unternehmen ihr Geld zusammenlegten, um damit eigene Rettungshubschrauber zu betreiben. Ein provisorischer Betrieb könnte eventuell noch 2012 starten.

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