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„Costa Concordia: Suche nach 21 Vermissten fortgesetzt

© AP, dapd

19.01.2012

Unfälle „Costa Concordia“: Suche nach 21 Vermissten fortgesetzt

Bereich in 18 Metern Tiefe soll weiter durchsucht werden – Schlechtes Wetter erwartet.

Rom – Rettungstaucher haben am Donnerstag die Suche nach 21 Vermissten im Wrack des havarierten Kreuzfahrtschiffs “Costa Concordia” wieder aufgenommen. Die Behörden kamen zu dem Schluss, dass sich das Wrack vor der Küste der Toskana stabilisiert habe, nachdem es am Tag zuvor auf den Felsen in Bewegung geraten war. Wegen der Bewegung des Schiffes wurde auch der Beginn des Abpumpens des Treibstoffs durch ein niederländisches Unternehmen verschoben.

Für den Verlauf des Donnerstags wurde hoher Wellengang vorhergesagt, was die Bergungsarbeiten gefährden könnte. Es sei ein wichtiger Tag, nach Vorhersagen werde das Wetter schlecht, die See rau und man müsse sehen, wie das Schiff darauf reagiere, sagte Feuerwehrsprecher Luca Cari am Donnerstag.

Die Taucher wollten sich am Donnerstag weiter auf die Erkundung eines Fluchtwegs auf dem vierten Deck konzentrieren, sagte Marinesprecher Alessandro Busonero dem Sender Sky TG 24. Dieser Bereich des Schiffes liegt etwa 18 Meter unter der Meeresoberfläche. Zu Beginn der Woche waren dort fünf Leichen geborgen worden.

Unterdessen gab das ungarische Außenministerium die Identität des ersten Toten bekannt. Es handele sich um einen 38-jährigen Bordmusiker aus Ungarn. Ein Musikerkollege berichtete, wie der Mann noch Kindern in ihre Rettungswesten half, später jedoch wieder unter Deck verschwand, um seine Violine aus der Kabine zu retten.

Unter den Vermissten waren auch ein fünfjähriges Mädchen und ihr Vater aus Italien. Die Mutter wandte sich an die Öffentlichkeit und bat darum, die Suche zu beschleunigen. Passagiere mögen sich melden, um zu klären, wo die beiden zuletzt gesehen worden seien.

An Bord des Kreuzfahrtschiffs waren zum Zeitpunkt des Unglücks rund 4.200 Menschen. Unter den elf Toten und 21 Vermissten sind nach Angaben italienischer Behörden zwölf Deutsche, sechs Italiener, vier Franzosen, zwei Amerikaner und jeweils eine Person aus Ungarn, Indien und Peru. Der Kapitän war mutmaßlich von der vorgegebenen Route um die Insel Giglio abgewichen und in flachem Wasser auf Felsen aufgefahren.

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