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Subventionskürzungen „Todesstoß für viele Firmen

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24.02.2012

Solarworld Subventionskürzungen „Todesstoß“ für viele Firmen

Massiver Verlust von Arbeitsplätzen befürchtet – Energiewende in Gefahr.

Düsseldorf – Der Vorstandschef des größten deutschen Solarkonzerns Solarworld, Frank Asbeck, rechnet nach den drastischen Subventionskürzungen für Solarstrom mit dem Aus für viele Firmen. „Wir werden in den kommenden Monaten eine Pleitewelle sehen, die deutsche, aber auch ausländische Firmen trifft“, sagte Asbeck dem Düsseldorfer „Handelsblatt“. Der Umfang der geplanten Einschnitte sei viel zu groß. „Wir werden einen massiven Abbau von Arbeitsplätzen sehen“, erklärte Asbeck.

Die von Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) am Donnerstag vorgestellten Kürzungspläne seien nicht nachvollziehbar, sagte Asbeck. „Unser Fehler war, dass wir aufrichtig gesagt haben, welche Kürzungen wir mitgehen können“, sagte er. „Da hat die Politik einen draufgesattelt und versetzt uns jetzt den Todesstoß.“

Die Regierungspläne setzten auch die politisch beschlossene Energiewende nach der Abkehr von der Atomenergie aufs Spiel, sagte Asbeck. „Die Energiewende ist eine Worthülse, wenn der Bund die Solarindustrie kaputt macht“, erklärte er.

Hintergrund der geplanten Kürzungen ist ein Boom der Solarbranche, der zu Überkapazitäten geführt hat. Die Regierung will daher den Aufbau weiterer Solaranlagen beschränken.

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