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01.08.2009

Stuttgart Studenten entwickeln neuartige Musiksuchmaschine

SEMSIX ermöglicht es die größten Videoplattformen nach Musik zu durchsuchen.

Die Musiksuchmaschine SEMSIX greift auf das riesige Musikrepertoire verschiedener großer Videoplattformen zu. Durch die intelligente Erkennung der Musikvideos können diese wie in einer Musikbibliothek, nach Künstler und Album filterbar, dargestellt werden. Die von den Studenten Martin Jakobus und Ingo Schock entwickelte Webanwendung kann in der Version 1.0 seit dem 31. Juli unter www.semsix.com kostenlos genutzt werden.

SEMSIX ermöglicht es jedem die größten Videoplattformen im Netz nach Musik zu durchsuchen. Die gefundenen Videos werden von SEMSIX erkannt und können dadurch den Einträgen einer Musikdatenbank zugeordnet und dementsprechend übersichtlich dargestellt werden. Durch die intelligente Suchfunktion, die nichts mehr mit einer normalen Websuche gemeinsam hat, kann jeder in wenigen Sekunden ganze Alben auf den Videoplattformen finden und diese in einer Playliste abspielen. SEMSIX ermittelt außerdem anhand mehrerer Faktoren die Qualität der Musikvideos und spielt für ein entsprechendes Lied immer das Video mit der besten Qualität ab. So wird ein offizielles Musikvideo immer einer Handyaufnahme von einem Konzert vorgezogen. Die Playlisten lassen sich natürlich speichern und können außerdem mittels einem Link weitergegeben werden.

Selbst wenn man den Namen eines Künstlers oder Liedes nicht kennt hilft SEMSIX weiter. Die eingebaute Lyrics-Suche ermöglicht es anhand einiger Wörter aus dem Liedtext passende Lieder zu finden, in denen die angegebenen Wörter vorkommen. Natürlich können die gefunden Lieder direkt angehört werden. Zudem wird auch der Liedtext für das Lied, welches gerade abgespielt wird, angezeigt. Um neue Lieder oder interessante Künstler zu entdecken können mit SEMSIX Webradios aus der ganzen Welt gefunden und angehört werden. Dabei kann nach dem Sendernamen, dem Genre und der Stadt des Senders gesucht werden.

Ziel bei der Entwicklung von SEMSIX war es die Musiksuche auf den Videoplattformen auf eine neue Weise anzugehen und so komfortabel wie möglich zu gestalten. Deshalb wurde als Entwicklungs-Framework Adobe Flex ausgewählt. Dadurch kann SEMSIX ohne Installation in allen gängigen Browsern ausgeführt werden. Außerdem ist für die Benutzung keine Anmeldung erforderlich. Jeder kann sofort seine Lieblingslieder finden und anhören. Zur Zeit durchsucht SEMSIX die Videoplattformen „YouTube“, „Vimeo“ und „MyVideo“ nach Musikvideos. Die Meta-Informationen zu Alben und Künstlern werden von den Musikdatenbanken „MusicBrainz“ und „Discogs“ bezogen. Die Liedtexte werden von „LyricWiki“ bereitgestellt und mit „Yahoo“ durchsucht. Für die Webradiosuche wird die Radiodatenbank „RadioTime“ verwendet.

Martin Jakobus (23) und Ingo Schock (28) studieren beide Medieninformatik im 6. Semester an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Anfang März begannen sie mit der Entwicklung von SEMSIX und meldeten es als Projekt an ihrer Hochschule an. Aufgrund der überaus positiven Rückmeldungen zu ihrem Projekt beschlossen sie SEMSIX kostenlos bereit zustellen.

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