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Bosch Stuttgart

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09.10.2014

Arbeitseinteilung Bosch will Mitarbeitern größere Freiheiten gewähren

Mitarbeiter sollen frei entscheiden können, wann und wo sie arbeiten.

Stuttgart – Der Bosch-Konzern will seinen Mitarbeitern größere Freiheit bei der Einteilung ihrer Arbeit gewähren und die Nutzung der Computer und Smartphones auch für private Dinge weitgehend freigeben: „Wir haben gerade eine Betriebsvereinbarung abgeschlossen, die das mobile Arbeiten vereinfacht und besser regelt“, sagte Boschs Personalchef Christopph Kübel in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe).

In der neuen Vereinbarung stehe, dass die Mitarbeiter frei entscheiden können, wann und wo sie arbeiten. „Damit ist die Zeit der Einzelfalllösungen vorbei“, sagte Kübel. Eine Einschränkung gebe es jedoch: Es dürfen keine betrieblichen Gründe dagegen sprechen. Darunter versteht Bosch vor allem feste Meetings an bestimmten Tagen und Kundentermine.

„Der wesentliche Punkt ist aber, dass die Mitarbeiter jetzt einmal mit ihrem Vorgesetzten grundsätzlich vereinbaren, wann und wie sie flexibel arbeiten, statt jedes Mal erklären zu müssen, warum sie nun zu Hause am Computer sitzen“, betonte Kübel. Künftig sei es kein Problem, wenn Mitarbeiter sich nachmittags um die Kinder oder ihr Hobby kümmern und die Arbeit am Abend nachholen.

Allerdings müssen die Beschäftigten auch eine Gegenleistung bringen: Wenn Arbeit am Abend nachgeholt wird, gibt es keine Zuschläge. Die IG Metall hat dem laut Kübel zugestimmt.

Von der neuen Freiheit sollen vor allem die Büro-Beschäftigten sowie Forscher und Entwickler profitieren. Aber Kübel will auch die Arbeit am Band flexibler gestalten. „Wir probieren auch in der Produktion schon einiges aus“. Es gebe in einigen Werken sogenannte Familienschichten, die erst um acht Uhr beginnen. Vermehrt teilten sich zwei Mitarbeiter eine Stelle. Und der Einsatz von Springern werde getestet, die einspringen, wenn ein Mitarbeiter dringend etwas Privates erledigen müsse.

„Wir sind überzeugt, dass unsere Beschäftigten durch flexiblere Arbeitsmodelle zufriedener und damit kreativer sind“, betonte Kübel. „Gute Ideen kommen nun einmal nicht auf Knopfdruck, sondern manchmal auch beim Joggen oder beim Arbeiten auf der Terrasse.“

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