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Bahn nimmt eine weitere Hürde

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28.02.2013

Stuttgart 21 Bahn nimmt eine weitere Hürde

Amt genehmigt Vortriebsmaschine für Fildertunnel.

Stuttgart – Die Bahn hat bei dem Verkehrsprojekt „Stuttgart 21“ eine weitere wichtige Hürde genommen. Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) genehmigte den Einsatz der Maschine, die den Fildertunnel baut. Dieser führt vom neuen Tiefbahnhof in der Innenstadt auf die rund 155 Meter höher liegende Filderebene, wo auch der Stuttgarter Flughafen liegt.

Wie die Bahn am Donnerstag mitteilte, kann nun nach 29 Monaten Verfahrenszeit der Aufbau der Tunnelvortriebsmaschine vorbereitet werden. „Mit dieser Genehmigung wird eine weitere Prämisse erfüllt, die es uns erlaubt, hier den Bauzeitenplan einzuhalten“, sagte der Projektsprecher Wolfgang Dietrich.

Der Fildertunnel ist der längste Tunnel des Bahnprojekts „Stuttgart 21“. Mit der zehn Meter durchmessenden Tunnelbohrmaschine solle der rund 9,5 Kilometer lange Tunnel vorangetrieben werden. Die Bahn will nach eigenen Angaben vom Frühsommer an unweit des Gewerbegebietes Fasanenhof auf der Filderebene das sogenannte Portal des Tunnels vorbereiten und die Vortriebsmaschine aufbauen.

Langes Genehmigungsverfahren in der Kritik

Dietrich kritisierte das seiner Ansicht nach langwierige Genehmigungsverfahren. Am Ende des Verfahrens müsse die Deutsche Bahn leider feststellen, dass es deutlich länger als üblich gedauert habe, bis die notwendige Änderung des Planfeststellungsverfahren genehmigt worden sei, sagte der Projektsprecher. Nach der Vorstellung des Gesetzgebers sollten Planfeststellungsverfahren in einem Zeitraum von rund zwölf Monaten abgeschlossen sein.

Angesichts der „besonderen Erfahrungen“ mit dem Großprojekt „Stuttgart 21“ habe die Deutsche Bahn bereits mit 18 Monaten gerechnet, sagte der Sprecher. Das Planänderungsverfahren habe nun aber einen Zeitraum von etwa 29 Monaten in Anspruch genommen. Dietrich kündigte an, dass die Bahn gemeinsam mit den zuständigen Genehmigungsbehörden die Ursachen für den zeitlichen Mehraufwand klären will. Der Konzern macht unter anderem lange Genehmigungsverfahren für die Kostensteigerung bei „Stuttgart 21“ verantwortlich.

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