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22.10.2014

Studie Viele kleinere Modeunternehmen verdienen immer weniger Geld

Viele Modefirmen haben sich übernommen.

Berlin – Viele kleinere deutsche Modeunternehmen verdienen immer weniger Geld: Der durchschnittliche Anteil des Gewinns vor Zinsen und Steuern am Umsatz bei deutschen Bekleidungsherstellern sei allein zwischen 2010 und 2012 von 7,5 auf 4,2 Prozent gesunken, so eine Studie der Unternehmensberatung Kreutzer Fischer & Partner aus Wien, über die das „Handelsblatt“ (Donnerstagsausgabe) berichtet.

Ein Fünftel aller deutschen Modefirmen hatte demnach im Jahr 2012 einen operativen Verlust. „2013 sah es tendenziell nicht besser aus“, sagte Andreas Kreutzer von Kreutzer Fischer & Partner. Die Gründe für die Schieflage: Viele kleinere Unternehmen könnten in dem Preiskampf mit großen Modeketten nicht mithalten. Die großen Konzerne produzierten viel höhere Stückzahlen als die Mittelständler und verkauften ihre Hosen, Röcke und Hemden in eigenen Shops, also mit einer größeren Gewinnspanne.

Außerdem hätten sich viele Modefirmen nach erfolgreichen Jahren übernommen. Sie hätten ihre Kollektionen zu sehr ausgedehnt, statt sich auf eine Marktnische zu beschränken.

„Jede Marke mit einem Umsatz um die 50 Millionen Euro, die auf ein breites Sortiment setzt, hat keine Überlebenschancen“, sagte Franz Maximilian Schmid-Preissler, Chef der gleichnamigen Strategieberatung.

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