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Streik

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07.01.2015

Studie Sparten-Gewerkschaften in Verhandlungen deutlich aggressiver

Tarifkonflikte in zwölf Branchen seit dem Jahr 2000 ausgewertet.

Berlin – Sparten-Gewerkschaften treten laut einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln deutlich aggressiver in Tarifverhandlungen auf als die großen Branchengewerkschaften. Das berichtet die „Rheinische Post“ (Mittwochausgabe).

Die Forscher haben die Tarifkonflikte in zwölf Branchen seit dem Jahr 2000 ausgewertet. Sowohl bei der Konfliktintensität als auch bei der Länge der Tarifauseinandersetzungen liegen die Sparten-Gewerkschaften deutlich vor den Branchengewerkschaften: Während die Branchengewerkschaften durchschnittlich 4,2 Monate benötigten, um zu einem Ergebnis zu kommen, benötigten die Sparten-Gewerkschaften mit 9,2 Monaten deutlich länger.

Die intensivsten Auseinandersetzungen hatten demnach die Branchen Schienenverkehr, Krankenhäuser, Luftfahrt und Flugsicherung zu verkraften – alles Betätigungsfelder von Sparten-Gewerkschaften.

Ausschlaggebend für die Konfliktbereitschaft ist den IW-Forschern zufolge, ob es um ein Sachthema oder – wie etwa zuletzt bei der Bahn – um mehr Einfluss geht. Im zweiten Fall, den die Experten als Statuskonflikt bezeichnen, treten die Gewerkschaften der Erhebung zufolge deutlich kampflustiger auf.

Die Forscher vergaben für den Einsatz unterschiedlicher Instrumente wie Warnstreik oder unbefristeter Arbeitskampf Punkte. Während die Sparten-Gewerkschaften in einem normalen Tarifkonflikt demnach auf eine Konfliktintensität von elf Punkten kamen, lag diese bei Statuskonflikten mit 45,5 Punkten um mehr als viermal so hoch.

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