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08.11.2009

Studie Jährlich begehen etwa hundert Gefangene in Deutschland Suizid

Hannover – Jedes Jahr nehmen sich etwa hundert Gefangene in Deutschland das Leben, die meisten von ihnen in Untersuchungshaft. Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ unter Berufung auf eine Studie des Bildungsinstituts des niedersächsischen Justizvollzugs berichtet, begingen in den Jahren 2000 bis 2006 in Deutschland 645 Gefangene Selbstmord. 359 der Häftlinge (56 Prozent) brachten sich in der U-Haft um. In der Bundesrepublik sitzen fünfmal soviel Gefangene in Strafhaft wie in Untersuchungshaft. Selbstmordgefährdet sind die Gefangenen insbesondere zu Beginn der Inhaftierung: Jeder vierte untersuchte Suizid erfolgte in den ersten zwei Wochen der U-Haft, viele nur Stunden oder wenige Tage nach der Festnahme. Eine weitere Studie des Bildungsinstitutes zeigt, dass Justiz-Beamte drohenden Suizid nur schwer diagnostizieren können. Vier von zehn inhaftierten Männern spielten demnach binnen der ersten 14 Tage in U-Haft mit dem Gedanken, sich umzubringen. Nur ein Drittel davon werde vom
Personal als gefährdet erkannt.

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