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21.05.2015

Studie Im Jahr 2020 fehlen Deutschland 1,8 Millionen Arbeitskräfte

Es findet eine Verschiebung der Fachkräftelücke statt.

Berlin – Deutschland fehlen einer Studie zufolge bis zum Jahr 2020 rund 1,8 Millionen Arbeitskräfte. Darunter werden rund 1,2 Millionen mit Berufsabschluss und gut 500.000 Hochschulabsolventen sein, berichtet die F.A.Z. (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf eine Untersuchung der Prognos AG für die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw). Ohne geeignete Gegenmaßnahmen werde die Lücke dann bis 2040 auf 3,9 Millionen wachsen.

Bei der Vorgängerstudie vor drei Jahren war der Bedarf an Akademikern noch höher und an Facharbeitern niedriger geschätzt worden. „Es findet also eine Verschiebung der Fachkräftelücke statt, hin zu den Berufen, die eine Lehre beziehungsweise Technikerausbildung erfordern“, kommentierte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt die Ergebnisse. Dies sei auch ein Resultat der Bildungsexpansion, die die Zahl der Akademiker habe steigen lassen.

Der Mangel an Arbeitskräften erstreckt sich laut Prognos über alle Tätigkeiten, Fachrichtungen und Berufen. Die größten Engpässe treten demnach im Dienstleistungssektor, vor allem bei Gesundheit und Pflege, aber auch im Verarbeitenden Gewerbe auf.

Brossardt betonte, dass die rechnerische Lücke durch geeignete Gegenmaßnahmen von Politik und Wirtschaft geschlossen werden könne. Dazu gehörten die Erhöhung der Erwerbsbeteiligung, die Verlängerung der Wochenarbeitszeit, die Verbesserung des Bildungsniveaus und der Beschäftigungschancen und vor allem die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen.

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