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22.02.2015

Studie Haushaltshilfen im Osten verdienen ein Drittel weniger

Hausarbeit ist immer noch Frauensache.

Berlin – Haushaltshilfen im Osten Deutschlands verdienen laut einer Studie ein Drittel weniger als im Westen. Die rund 280.000 Minijobber in Privathaushalten erwirtschaften jedes Jahr mehr als 660 Millionen Euro, wie die Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Minijobzentrale in Essen ergab, die der „Welt“ vorliegt.

Die Studie deckt große regionale Unterschiede bei den Verdiensten der geringfügig Beschäftigten auf. Sie könnten bis zu 450 Euro im Monat steuer- und abgabenfrei verdienen – bleiben in der Realität aber weit darunter. Im Schnitt kommen Putzhilfen, Babysitter und Co. auf ein Einkommen von 183 Euro im Monat.

Überdurchschnittlich verdienen die Haushaltshilfen in Bayern und Hamburg mit 202 Euro. Das ist rund ein Drittel mehr als in Ostdeutschland. „In den neuen Ländern sind es etwa 60 bis 70 Euro weniger“, sagte Erik Thomsen, der Leiter der Minijobzentrale. „Die Verdienstunterschiede ähneln im Wesentlichen den Lohnunterschieden, die sich auch bei sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten beobachten lassen.“

Schlusslichter sind Sachsen und Sachsen-Anhalt mit 130 und 133 Euro. In den bevölkerungsschwachen und in den östlichen Ländern sind allerdings auch weniger Minijobber angemeldet. So erzielen die Minijobber in den beiden südlichen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg eine Wertschöpfung von 213 Millionen Euro – fünfmal so viel wie in den östlichen Flächenländern und Berlin zusammen.

„In den alten Bundesländern gibt es mehr gut verdienende Haushalte und eine entsprechend höhere Nachfrage nach einer Hilfe“, erklärt Thomsen diesen Befund.

Die Studie zeigt auch: Hausarbeit ist immer noch Frauensache. Neun von zehn Minijobbern im Haushalt sind weiblich, mehr als die Hälfte sind älter als 50 Jahre.

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