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01.09.2015

Studie Deutschlands Autos werden immer älter

„Der Branche fehlen die kauffördernden Innovationen.“

Berlin – Den Deutschen vergeht die Lust auf Neuwagen. Das zeigt eine aktuelle Rabatt-Studie des Center of Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen, die dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) vorliegt: Demnach ist das Durchschnittsalter des deutschen Autobestandes mittlerweile auf neun Jahre gestiegen, damit sind deutsche Autos so alt wie seit Beginn der Statistik im Jahr 1960 nicht mehr.

Trotzdem ist die Motivation für den Neuwagenkauf gering: Das Rabattniveau bewegt sich trotz anziehender Konjunktur weiterhin auf einem hohen Niveau. „Der Branche fehlen die kauffördernden Innovationen“, sagte Studienautor Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des CAR-Instituts.

Das Durchschnittsalter eines Autokäufers in Deutschland liegt mittlerweile schon bei 53 Jahren. Gerade junge Autokäufer könnten nur noch mit hohen Rabatten und Tageszulassungen gelockt werden. Im Juli wurden darum im Schnitt rund zwölf Prozent Nachlass auf jedes verkaufte Fahrzeug gewährt.

Obwohl der Sommer für den Handel traditionell eine absatzschwächere Jahreszeit ist, bewegen sich die Rabatte damit auf einem unverändert hohen Niveau. Darüber erreicht der Anteil der Eigenzulassungen mit 28,5 Prozent einen neuen Spitzenwert für einen Juli. Solche Tageszulassungen werden meist mit immensen Rabatten verkauft.

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