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07.11.2017

Studie 55.000 Stellen für IT-Spezialisten unbesetzt

Mehrheit erwartet, dass sich der Fachkräftemangel weiter verschärfen wird.

Berlin – Die Zahl der offenen Stellen für IT-Spezialisten in Deutschland ist 2017 im Vorjahresvergleich um acht Prozent auf 55.000 gestiegen. Das ist das Ergebnis einer Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte des Branchenverbandes Bitkom. 2016 waren es demnach 51.000 offene Stellen.

In der IT- und Telekommunikationsbranche gaben in der Studie drei von vier Unternehmen (75 Prozent) an, dass aktuell ein Mangel an IT-Spezialisten herrscht. Vor einem Jahr waren es noch 70 Prozent. Mehr als die Hälfte der ITK-Unternehmen (56 Prozent) erwartet, dass sich der Fachkräftemangel in Zukunft weiter verschärfen wird.

Auch in den Anwenderbranchen werden IT-Spezialisten gesucht: 67 Prozent der Unternehmen beklagen einen Mangel an IT-Spezialisten. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.

Von den 55.000 freien Stellen entfallen 23.500 auf die IT- und Telekommunikationsbranche. Den größten Bedarf haben Software-Anbieter und IT-Dienstleister mit 20.800 offenen Stellen. Anbieter von Produkten aus den Bereichen Hardware, Kommunikationstechnik oder Unterhaltungselektronik melden 2.000 freie Jobs. Bei den Anbietern von Telekommunikationsdiensten sind es 700.

In der ITK-Branche sind Software-Entwickler mit Abstand am stärksten gefragt. Knapp zwei Drittel der Unternehmen (63 Prozent), die freie Stellen für IT-Spezialisten haben, suchen Software-Entwickler. Stärker gefragt als im Vorjahr sind auch Entwickler für Social Media (41 Prozent, + zehn Punkte), Apps und mobile Webseiten (38 Prozent, + zwei Punkte) und Sicherheit (28 Prozent, + acht Punkte). Neben Software-Entwicklern suchen die ITK-Unternehmen vor allem Anwendungsbetreuer/Administratoren (21 Prozent), IT-Sicherheitsexperten (20 Prozent) und IT-Berater (19 Prozent).

Die Anwenderunternehmen verzeichnen aktuell 31.500 freie Stellen für IT-Fachkräfte. Trotz rückläufiger Tendenz sind Anwendungsbetreuer und Administratoren weiterhin am stärksten gefragt (33 Prozent, – vier Punkte), gefolgt von Software-Entwicklern (30 Prozent, – ein Punkt) und IT-Sicherheitsexperten (20 Prozent, + drei Punkte).

Neun von zehn Unternehmen aller Branchen (89 Prozent) sind der Ansicht, dass Digitalkompetenz künftig genauso wichtig sein wird wie fachliche oder soziale Kompetenz. Sieben Prozent meinen sogar, dass Digitalkompetenz in Zukunft die wichtigste Fähigkeit von Arbeitnehmern sein wird.

Für die Studie wurden im September 2017 insgesamt 1.530 Geschäftsführer und Personalleiter von Unternehmen befragt. Die Umfrage sei „repräsentativ“ für die Gesamtwirtschaft, teilte Bitkom Research mit.

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