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Anwalt bezeichnet Verfahren als ungerechtfertigt

© AP, dapd

27.03.2012

Anklage gegen Strauss-Kahn Anwalt bezeichnet Verfahren als ungerechtfertigt

Vorläufige Anklage wegen Beteiligung an einem Prostituionsring gegen Ex-IWF-Chef erhoben.

Lille – Der Anwalt des ehemaligen Chefs des Weltwährungsfonds (IWF) Dominique Strauss-Kahn hat das Verfahren gegen seinen Mandanten als unfair bezeichnet. Strauss-Kahn sei wegen seines aktiven außerehelichen Sexlebens ungerechtfertigt zum Ziel von Ermittlungen geworden und habe keine Straftat begangen, sagte Anwalt Henri Leclerc am Dienstag. Außerdem protestierte er gegen die Anordnung des Untersuchungsrichters, die Strauss-Kahn den Kontakt mit Medien verbietet, solange die Untersuchungen laufen.

Gegen den früheren IWF-Chef wurde am Montag vorläufige Anklage wegen Beteiligung an einem Prostitutionsring erhoben. Seinem Mandanten sei nicht bewusst gewesen, dass er mit Prostituierten Sex gehabt habe, sagte Leclerc. Er sei sicher, dass die Anklage in sich zusammenbrechen werde. Vor der Anklageerhebung war Strauss-Kahn am Montag mehrere Stunden lang von einem Ermittlungsrichter vernommen worden.

Gegen eine Kaution von 100.000 Euro sei Strauss-Kahn auf freien Fuß gesetzt worden, teilte ein Vertreter der französischen Justiz mit. Es sei ihm untersagt, Kontakt zu den anderen Angeklagten in dem Fall aufzunehmen, hieß es weiter.

Nach französischem Recht bedeutet eine vorläufige Anklage, dass die Behörden Grund zur Annahme haben, dass eine Straftat begangen worden ist, aber mehr Zeit für die Ermittlungen benötigen.

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