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Steuereinnahmen erstmals seit 2010 gesunken

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23.02.2012

Konjunkturdelle Steuereinnahmen erstmals seit 2010 gesunken

Im Januar macht sich die Konjunkturdelle auch beim Fiskus bemerkbar.

Berlin – Die Konjunkturdelle wirkt sich jetzt auch auf die Steuern aus. Die Einnahmen von Bund und Ländern sind im Januar erstmals seit Sommer 2010 wieder gesunken. Zwar weist das Bundesfinanzministerium in seinem Monatsbericht ein Plus von 3,9 Prozent aus. Doch per saldo gab es keine Mehreinnahmen, weil Steuern im gleichen Umfang im Laufe des Jahres erstattet werden müssen. „Ohne diesen Sonderfall wären die Steuereinnahmen im Januar um minus 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurückgegangen“, heißt es im Monatsbericht.

Auch bei der Lohnsteuer fiel der Zuwachs deutlich niedriger aus als in den Vormonaten. Die Kasseneinnahmen lagen mit 12,2 Milliarden Euro um 2,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Das Volumen vor Abzug des Kindergelds stieg um 1,9 Prozent.

Ein kräftiges Plus von 41,8 Prozent verzeichnete das Ministerium bei der veranlagten Einkommensteuer der Personenunternehmer. Doch mit rund 0,5 Milliarden Euro ist deren Anteil an den Steuereinnahmen gering. Wieder nur auf Sondereffekte führen die Beamten die starke Erhöhung des Aufkommens bei der Körperschaftsteuer von minus 1,9 auf plus 0,3 Milliarden Euro zurück.

Die Umsatzsteuer lag im Januar nur um 1,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. „Damit setzte sich die schwache Entwicklung vom Dezember 2011 (plus 1,0 Prozent) fort“, heißt es im Monatsbericht. Im Jahr 2011 hatte das durchschnittliche monatliche Wachstum noch bei 5,5 Prozent gelegen.

Statistisch gesehen legten die reinen Bundessteuern binnen Jahresfrist im Januar um 3,9 Prozent zu. Die reinen Ländersteuern übertrafen im Berichtsmonat das Vorjahresniveau um 6,7 Prozent.

An Steuereinnahmen (ohne Gemeindesteuern) weist das Ministerium 39,504 Milliarden Euro aus. Davon sind knapp 34 Milliarden gemeinschaftliche Steuern, gut vier Milliarden Bundes- und 1,2 Milliarden Ländersteuern. Die Differenz machen EU-Eigenmittel wie Zölle aus.

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