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Karstadt Muenchen Weihnachtsschmuck

© Richard Huber / CC BY-SA 3.0

24.02.2015

Stellenabbau Im März verschickt Karstadt die Kündigungen

Die Obergrenze für Abfindungen liege bei 18 Bruttomonatsgehältern.

Essen – Schon im März sollen etwa 1400 Karstadt-Mitarbeiter eine Kündigung erhalten. Das berichtet die in Essen erscheinende Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ, Dienstagausgabe) unter Berufung auf die Gewerkschaft Verdi. Für die Betroffenen seien Abfindungen vereinbart worden.

„Grundsätzlich gilt die Formel: Bruttomonatsgehalt mal Betriebszugehörigkeit mal 0,5. Das heißt: Eine Verkäuferin, die 20 Jahre im Unternehmen ist, erhält bei ihrem Bruttomonatsgehalt von 2248 Euro in NRW eine Abfindung in Höhe von 22.480 Euro“, sagte Verdi-Experte Arno Peukes der WAZ. Die Obergrenze für Abfindungen liege bei 18 Bruttomonatsgehältern. Für eine Verkäuferin in NRW wäre dies eine Abfindung von in Höhe von 40.464 Euro.

Karstadt-Beschäftigte, die eine Kündigung erhalten, können in eine Transfergesellschaft wechseln. „Die Abfindung gibt es auch dann“, erklärte Peukes. „Die Transfergesellschaft soll Anfang Juni starten und bis zum 28. Februar nächsten Jahres laufen. Das Ziel ist, die Beschäftigten je nach regionalen Bedürfnissen für andere Jobs zu qualifizieren.“

Verdi hat auch die Zahlen zum geplanten Stellenabbau bei Karstadt präzisiert. Demnach baut die angeschlagene Essener Warenhauskette im Zuge der Sanierung bundesweit rund 2400 Vollzeit-Arbeitsplätze ab. Zusätzlich zu den für März geplanten 1400 Kündigungen seien in den vergangenen Monaten bereits rund 1000 Arbeitsplätze über Modelle wie Altersteilzeit und Frühverrentung weggefallen.

Ursprünglich habe die Karstadt-Geschäftsführung sogar 2750 Vollzeitstellen abbauen wollen. Ein Zeitplan für die Umsetzung des Stellenabbaus ist Verdi nach eigenen Angaben nicht bekannt.

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