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Ärzte bei einer Operation

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05.01.2013

Organspendeskandal Steinmeier fordert harte Strafen

„Dazu bedarf es schnellstmöglich der Aufklärung der Vorwürfe.“

Berlin – Nach dem Organspendeskandal im Transplantationszentrum Leipzig hat der Fraktionsvorsitzende der SPD im Bundestag, Frank-Walter Steinmeier, die Ärzteschaft und die behandelnden Klinken aufgefordert, das beschädigte Vertrauen wieder herzustellen: „Dazu bedarf es schnellstmöglich der Aufklärung der Vorwürfe und dann auch harter Strafen gegen diejenigen, die Regeln gebrochen und missbraucht haben“, sagte Steinmeier in einem Interview mit der Zeitschrift „Superillu“.

Es gäbe sicher ganz unterschiedliche Motive für den Betrug der Ärzte. Aber Mediziner, die aus eigenem Gewinnstreben gegen bestehende Regeln verstoßen, obwohl es um Leben und Tod gehe, hätten aus seiner Sicht das Recht verwirkt, als Arzt tätig sein zu dürfen. „Sie dürfen bei uns unter keinen Umständen mehr praktizieren.“

Was unter anderem in Leipzig bekannt geworden sei, habe er für undenkbar gehalten. „Aber es hilft nichts: Mehr als 12.000 Menschen sind allein in Deutschland auf Wartelisten, täglich sterben Menschen, die leben könnten, wenn genügend Organe zur Verfügung ständen. Und deshalb müssen wir weitermachen: informieren, aufklären und werben“, so Steinmeier, der seiner Frau vor zwei Jahren eine Niere gespendet hatte.

Seiner Frau gehe es heute sehr gut, es sei für sie eine ganz neue Qualität von Leben, sagte Steinmeier. „Sie geht auch wieder arbeiten.“ Auch ihm als Spender gehe es wirklich gut. „Und wir feiern den Tag der Transplantation, den 24. August, als unseren neuen gemeinsamen Geburtstag.“

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