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Russische Rubel

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21.05.2015

Statistisches Bundesamt Export nach Russland 2014 um 18 Prozent zurückgegangen

Die Russische Föderation ist Deutschlands wichtigster Energielieferant.

Wiesbaden – Im Jahr 2014 gingen die deutschen Exporte in die Russische Föderation um 18 Prozent auf 29 Milliarden Euro zurück. Im gleichen Zeitraum sanken die Importe aus Russland um 7 Prozent auf 38 Milliarden Euro. Das teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit.

Demnach wurde die Expansion des deutschen Außenhandels mit Russland weiter gebremst. Vom Jahr 2000 bis zum Jahr 2012 waren die deutschen Exporte nach Russland – bis auf das Krisenjahr 2009 – stärker als die gesamtdeutschen Exporte gestiegen. Bereits im Jahr 2013 hatte es einen Rückgang der deutschen Exporte in die Russische Föderation (–6 Prozent) gegeben.

Die längerfristige Betrachtung der deutschen Exporte nach Russland zeigt, dass die Exporte sich im Jahr 2014 gegenüber dem Jahr 2000 vervierfacht haben. Unter den wichtigen Exportländern Deutschlands wies nur die Volksrepublik China höhere Steigerungsraten auf. So haben sich die deutschen Exporte nach China im Vergleich zu 2000 fast verachtfacht. Die deutschen Exporte in alle Länder erreichten im gleichen Zeitraum eine Steigerung von 90 Prozent.

Im Jahr 2014 wies Deutschland den bisher höchsten Importüberschuss im Handel mit Russland auf: Es wurden für 9 Milliarden Euro mehr Waren aus Russland importiert als dorthin exportiert. Die Russische Föderation gehört damit zu den wenigen Ländern, für die kein deutscher Exportüberschuss erwirtschaftet wurde. Nur für die Niederlande (15 Milliarden Euro) und Norwegen (11 Milliarden Euro) wurden im Jahr 2014 höhere Einfuhrüberschüsse ermittelt.

Die Russische Föderation ist Deutschlands wichtigster Energielieferant. 31 Prozent der wertmäßigen Importe von Erdöl und Erdgas kamen 2014 aus Russland. Vier Fünftel der deutschen Importe aus Russland sind der Energieversorgung zuzurechnen. Die Rohöl- und Erdgaslieferungen (66 Prozent der Importe) und Lieferungen von Kokerei- und Mineralölerzeugnissen (16 Prozent) dominierten im Jahr 2014 die deutschen Importe aus Russland.

Exportseitig waren die typischen deutschen Exportschlager auch in Russland gefragt: Maschinen machten 23 Prozent der deutschen Exporte nach Russland aus, Kraftwagen und Teile 18 Prozent, chemische Erzeugnisse 10 Prozent.

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