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28.10.2014

Statistisches Bundesamt 13 Millionen Menschen in Deutschland armutsgefährdet

Das entspricht einem Anteil an der Bevölkerung von 16,1 Prozent.

Wiesbaden – In Deutschland waren den Ergebnissen der Erhebung „Leben in Europa“ (EU-SILC) zufolge im Jahr 2013 13 Millionen Menschen armutsgefährdet. Das entspricht einem Anteil an der Bevölkerung von 16,1 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Demnach blieb der Anteil der armutsgefährdeten Personen in der Bevölkerung vom Berichtsjahr 2012 auf das Berichtsjahr 2013 unverändert.

Eine Person gilt nach der EU-Definition für EU-SILC als armutsgefährdet, wenn sie über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügt. 2013 lag dieser Schwellenwert für eine alleinlebende Person in Deutschland bei 979 Euro im Monat. Für zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahren lag der Schwellenwert 2013 bei 2.056 Euro im Monat.

Frauen trugen – wie bereits in den Jahren zuvor – ein höheres Armutsgefährdungsrisiko als Männer. Dies gilt ausnahmslos für alle Altersgruppen: So lag die Quote der armutsgefährdeten Personen bei den Frauen unter 18 Jahren mit 15,4 Prozent zwar unter dem Bundesdurchschnitt, jedoch höher als das Armutsrisiko für die gleichaltrige männliche Bevölkerung (14,2 Prozent).

Ähnlich hohe Unterschiede zwischen den beiden Geschlechtern ergaben sich in der Altersklasse zwischen 18 und 64 Jahren (Frauen: 17,7 Prozent, Männer: 16 Prozent). Bei den Frauen ab 65 Jahren fiel das Armutsgefährdungsrisiko im Jahr 2013 mit 17 Prozent deutlich höher aus als bei den Männern derselben Altersklasse mit 12,7 Prozent.

Untergliedert nach Haushaltstypen haben Personen aus Alleinerziehenden-Haushalten sowie Alleinlebende ein Armutsgefährdungsrisiko, das über dem Bundesdurchschnitt liegt. Im Jahr 2013 waren mehr als ein Drittel der Personen (35,2 Prozent) aus Alleinerziehenden-Haushalten armutsgefährdet. Bei den Alleinlebenden betrug der Anteil der armutsgefährdeten Personen 31,9 Prozent.

Bei Personen aus Haushalten mit zwei Erwachsenen und Kindern war das Armutsgefährdungsrisiko im Jahr 2013 dagegen eher unterdurchschnittlich: Beispielsweise lagen die Quoten für zwei Erwachsene mit einem Kind bei 11,1 Prozent und mit zwei Kindern bei 8,5 Prozent.

Differenziert nach dem überwiegenden Erwerbsstatus im Referenzjahr waren im Berichtsjahr 2013 mit 69,3 Prozent weit mehr als zwei Drittel der Arbeitslosen ab 18 Jahren armutsgefährdet. Bei den überwiegend Erwerbstätigen ab 18 Jahren betrug der Anteil dagegen nur 8,6 Prozent, teilten die Statistiker weiter mit.

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