Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt - Wirtschaft - newsburger.de

Gefängnis Knast

© Beademung / gemeinfrei

19.01.2014

Stasi-Unterlagen-Behörde Neue Studie zeigt Ausmaß der DDR-Zwangsarbeit

Jährlich wurden mindestens 200 Millionen D-Mark umgesetzt.

Berlin – Deutsche Unternehmen haben offenbar in noch größerem Umfang von Zwangsarbeit in DDR-Gefängnissen profitiert, als bislang bekannt. Sie bezogen in den siebziger und achtziger Jahren zu günstigen Preisen Möbel aus Ostdeutschland, die dort von volkseigenen Betrieben hergestellt wurden, schreibt die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“.

Diese Betriebe ließen einen Teil der Arbeiten – insbesondere gesundheitsgefährdende – in Haftanstalten vornehmen. Insgesamt schufteten bis zu 30.000 Häftlinge für volkseigene Betriebe, auch in anderen Wirtschaftszweigen. Davon waren etwa zehn Prozent politische Gefangene.

Jährlich wurden mindestens 200 Millionen D-Mark mit Waren umgesetzt, an denen Häftlinge mitgearbeitet hatten. Von den Exportgewinnen wurde ein Teil der westdeutschen DKP finanziert.

Das sind die wesentlichen Erkenntnisse einer Studie der Stasi-Unterlagen-Behörde, über die die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (F.A.S.) vorab berichtet.

Bei den deutschen Unternehmen, die von der Möbelherstellung in der DDR profitierten, handelt es sich um Kaufhäuser, Einrichtungshäuser und Versandhändler. Rund die Hälfte der betroffenen deutschen Unternehmen soll mittlerweile insolvent sein. Gegenüber der F.A.S. bestritten die verbliebenen Unternehmen, dass sie seinerzeit Kenntnis von Zwangsarbeit gehabt hätten.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+ Xing

© dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/stasi-unterlagen-behoerde-neue-studie-zeigt-ausmass-der-ddr-zwangsarbeit-68561.html

Weitere Nachrichten

Lufthansa-Maschine

© über dts Nachrichtenagentur

Sicherheit Lufthansa sieht Computerverbot in Flugzeugen-Kabinen kritisch

Lufthansa-Chef Carsten Spohr sieht das diskutierte Laptopverbot an Bord von Flugzeugen kritisch. "Wir sind mit den deutschen, europäischen und US-Behörden ...

Flughafen Berlin-Brandenburg International BER

© über dts Nachrichtenagentur

Berliner Großflughafen Bosch sieht derzeit „keine Grundlage“ für BER-Eröffnung

Die Baufirma Bosch hat massive Zweifel an einer Fertigstellung des neuen Berliner Großflughafens geäußert, berichtet "Bild am Sonntag". In einem Brief vom 31. ...

Air Berlin

© über dts Nachrichtenagentur

Lufthansa Spohr will Air Berlin derzeit nicht übernehmen

Lufthansa Chef Carsten Spohr will die angeschlagene Fluglinie Air Berlin weiter unterstützen und weitere Flugzeuge übernehmen - eine Unternehmensübernahme ...

Weitere Schlagzeilen