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Pro7-Moderator Stefan Raab

© Prosieben / Willi Weber

11.11.2012

"Absolute Mehrheit" Starke Vorbehalte gegen Stefan Raabs Polit-Talk

„Ich finde das Konzept der Sendung skurril.“

Berlin – Die neue Politik-Talkshow „Absolute Mehrheit – Meinung muss sich wieder lohnen“ von Stefan Raab stößt parteiübergreifend auf starke Vorbehalte. FDP-Generalsekretär Partrick Döring sagte „Bild am Sonntag“: „Ich finde das Konzept der Sendung skurril, auf eine politische Meinung ein Preisgeld statt Wählerzuspruch auszuloben. Wir Politiker sollten darauf achten, dass wir nicht wie Tanzbären durch die Zirkusmanege gezogen werden.“

Auch Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) kritisierte die Sendung und schloss eine Teilnahme für sich aus: „Öffentliche Auftritte von Politikern sind richtig und wichtig, sie dürfen aber nicht in der Veralberung enden. Ich würde an diesem TV-Format nicht teilnehmen.“

Die rheinland-pfälzische CDU-Chefin Julia Klöckner fürchtet, dass sich „Politiker hier in verschärfter Form zum Depp machen lassen sollen“.

Auch der Vorsitzende der Piratenpartei, Bernd Schlömer, hat Bedenken gegen das TV-Format. Die Sendung könne Populismus fördern, da anwesende Politiker „eher Meinungen vertreten, von denen sie glauben, dass sie die höchste Zustimmung bekommen“.

Anders sieht das der schleswig-holsteinische FDP-Chef Wolfgang Kubicki, der selbst an der Sendung am Sonntagabend teilnimmt: „Ich fände es gut, wenn mehr junge Menschen als bisher durch eine solche Sendung veranlasst würden, sich mehr mit Politik zu beschäftigen.“ Wenn er gewinne, wolle er das Geld „an sechs gemeinnützige Einrichtungen“ spenden.

Für die SPD wird Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann an er Sendung teilnehmen. Gefahr sich lächerlich zu machen, sieht er nicht: „Ich verstehe mich als ernsthafter, seriöser Politiker.“ Auch er will einen möglichen Gewinn spenden.

Der Vorsitzende der NRW-CDU Armin Laschet sagte „Bild am Sonntag“: „Da darf man hingehen.“

Vorsichtiges Interesse an einer Teilnahme an der Sendung äußerte CSU-Vizegeneralsekretärin Dorothee Bär, um für „die Kindergärten meines Wahlkreises zu kämpfen“.

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