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Stand laut Robert-Koch-Institut „ganz normal

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15.02.2012

EHEC-Fälle Stand laut Robert-Koch-Institut „ganz normal“

Infektionen in Leipziger Kita einer von vielen Ausbrüchen jährlich.

Berlin – Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat nach den jüngsten EHEC-Fällen in einer Leipziger Kindertagesstätte Entwarnung gegeben. Nach der Epidemie im vorigen Jahr liege die Zahl der mit dem Darmbakterium Infizierten in diesem Jahr bislang auf durchschnittlichem Niveau, sagte die Sprecherin des Robert-Koch-Instituts (RKI), Susanne Glasmacher, am Mittwoch auf dapd-Anfrage in Berlin.

Seit Einführung der Meldepflicht für EHEC im Jahr 2001 habe es jährlich meist 900 bis 1.000 Fälle gegeben. In den ersten drei Wochen dieses Jahres waren es laut RKI 55, im Vorjahreszeitraum 38. Insgesamt sei 2011 aber mit 4.907 Fällen ein “absoluter Ausbruch” gewesen, sagte Glasmacher. 2011 waren in Deutschland 53 Menschen an EHEC und der schweren Verlaufsform HUS gestorben.

Ausgelöst wurden die schweren Erkrankungen von einem speziellen EHEC-Bakterium des Typs O104:H4. Nach Ende der Epidemie im Juli traten nur noch Einzelfälle mit diesem Erreger auf, wie Glasmacher sagte. Den anderen Erreger habe es immer gegeben und gebe es weiter. Auch gebe es jedes Jahr bundesweit etwa 60 HUS-Fälle. In den ersten drei Wochen 2012 waren es laut RKI zwei.

Am Dienstag hatte das Leipziger Gesundheitsamt gemeldet, dass sich Anfang Februar zwei Kinder in einer Leipziger Kita mit EHEC infiziert hatten. Sie mussten den Angaben zufolge nicht im Krankenhaus behandelt werden und sind inzwischen wieder gesund. Glasmacher schätzte dies als “ganz normalen” Fall ein. Jährlich gebe es in Deutschland über 20 EHEC-Ausbrüche mit mehr als einem Betroffenen, so etwa 26 Ausbrüche im Jahr 2010 mit 63 Erkrankten.

Auch seien von EHEC generell vor allem Kinder unter fünf Jahren betroffen, sagte Glasmacher. Die EHEC-Epidemie im vergangenen Jahr, bei der vor allem Erwachsene erkrankten, sei ein Sonderfall gewesen. Die belasteten Sprossen, die die Epidemie auslösten, seien vor allem von Erwachsenen gegessen worden.

Das RKI rät dazu, vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen die Hygienerichtlinien strengstens einzuhalten, um Infektionen mit Fäkalkeimen zu vermeiden. Auch nach Tierkontakten sollten die Hände gewaschen werden, der Verzehr von Rohmilchprodukten und unzureichend gegartem Fleisch, speziell Rindfleisch, solle vermieden werden.

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