Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt newsburger.de

09.04.2010

Staatstrauer nach Machtübernahme in Kirgistan

Bischkek – Nach der blutigen Machtübernahme der Opposition in Kirgistan hat die Übergangsregierung eine Staatstrauer angeordnet. Die Menschen in dem zentralasiatischen Land gedachten am Freitag der 75 Menschen, die bei den gewaltsamen Zusammenstößen zwischen oppositionellen Demonstranten und Sicherheitskräften am Mittwoch ums Leben gekommen waren. Hunderte Menschen versammelten sich vor dem Präsidentenpalast in der Hauptstadt Bischkek zum stillen Gebet. Die ersten Opfer sollten am Nachmittag beerdigt werden.

In der Nacht zu Freitag wurden bei Krawallen in Bischkek nach Behördenangaben erneut sechs Menschen verletzt. Wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten, gerieten zumeist junge Männer und Polizisten aneinander. Dabei fielen auch Schüsse. Laut Innenministerium wurden mehrere Randalierer festgenommen. Nach neuen Angaben des Gesundheitsministerium wurden seit Mittwoch insgesamt mehr als 1500 Menschen bei den Unruhen verletzt.

Angesichts der Proteste war Präsident Kurmanbek Bakijew in den Süden des Landes geflohen, die Opposition setzte eine Interims-Regierung unter der früheren Außenministerin Rosa Otunbajewa ein. Bakijew teilte am Donnerstag allerdings mit, er weigere sich, zurückzutreten.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© afp / newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/staatstrauer-nach-machtuebernahme-in-kirgistan-9502.html

Weitere Nachrichten

Hermann Gröhe CDU 2014

© J.-H. Janßen / CC BY-SA 3.0

Behandlungen im Ausland Krankenkassen könnten 18 Milliarden sparen

328 Milliarden kosten deutsche Patienten pro Jahr - Tendenz steigend. Eine Studie zeigt: Die Krankenkassen könnten 18 Milliarden Euro sparen, wenn sie ...

Rainer Wendt

© Hobbes1500 / CC BY-SA 3.0

Polizeigewerkschafts-Chef Wendt „Ich will die AfD klein halten“

Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, wehrt sich gegen Vorwürfe, die Polizei würde von rechtem Gedankengut unterwandert. "In ...

Stephan Mayer CSU

© Henning Schacht / CC BY-SA 3.0 DE

Tschetschenische Asylanträge Union verlangt beschleunigte Bearbeitung

Nach den jüngsten Razzien gegen Tschetschenen unter Terrorverdacht hat die Union eine beschleunigte Bearbeitung von Asylanträgen von Tschetschenen durch ...

Weitere Schlagzeilen