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27.12.2009

Springer-Chef warnt vor kostenloser “Tagesschau-App”

Berlin – Im Streit um eine „Tagesschau“-Applikation für das I-Phone hat der Vorstandschef des Axel-Springer-Konzerns Mathias Döpfner vor negativen Folgen für deutsche Verlage gewarnt. „Wenn sich bezahlte Applikationen auf mobilen Geräten nicht durchsetzen, wird dies Tausende Arbeitsplätze in der Verlagsbranche kosten“, sagte der 46-Jährige dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Vergangene Woche hatte die ARD eine kostenlose „Tagesschau“-App für Apples populäres Mobiltelefon angekündigt. Döpfners Zeitungen „Bild“ und „Welt“ bieten seit Anfang Dezember als erste in Deutschland eigene Apps gegen eine monatliche Gebühr an. Sie ständen in direkter Konkurrenz zur Gratis-„Tagesschau“ auf dem I-Phone. Die ARD greife „ungehemmt mit Gebührenmitteln in einen kommerziellen Wettbewerb ein“, sagte der Medienpolitik-Chef bei RTL, Tobias Schmid, „Focus“. Laut Rundfunkstaatsvertrag, muss sich die ARD neue Internet- und Mobildienste in einem so genannten Drei-Stufen-Test genehmigen lassen. Für die „Tagesschau“-App gelte das nicht, behauptet der zuständige Sender NDR. Es handele sich um „kein neues oder geändertes Telemedienangebot im Sinne des Rundfunkstaatsvertrags“, so NDR-Sprecher Martin Gartzke zu „Focus“.

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