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Wolfgang Schäuble

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22.12.2012

Direktwahl von EU-Präsidenten Sprachenvielfalt in Europa kein Hindernis

Man kann einander auch so verstehen.

Berlin – Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sieht in der Vielfalt der europäischen Sprachen kein Hindernis für eine zukünftige Direktwahl eines europäischen Präsidenten. „Man kann einander verstehen, ohne die Sprache des anderen perfekt zu sprechen“, sagte Schäuble in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Der Finanzminister glaubt, dass Englisch die Sprache der europäischen Einigung sein werde. Die meisten jüngeren Menschen in Europa verstünden Englisch. „Und in global agierenden Unternehmen wird auch nur noch Englisch gesprochen“, sagte der Minister.

Schäuble schätzt sein eigenes Englisch als schlecht ein. „Mir tut jeder leid, der mein Englisch ertragen muss“, sagte er. „Aber schlecht gesprochenes Englisch ist schließlich eine der am meisten gesprochenen Sprachen der Welt“, fügte er hinzu.

Als er noch Bundesinnenminister gewesen sei, habe er einmal vorgeschlagen, die Dolmetscher bei den Sitzungen des Europäischen Rats in Brüssel wegzulassen. Der damalige französische Innenminister Nicolas Sarkozy habe befürchtet, dass die Engländer davon einen Vorteil hätten. „Ich habe ihm entgegnet, dass sie vielmehr einen großen Nachteil hätten, weil wir ihre Sprache zerstören würden“, sagte Schäuble der Zeitung.

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