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Spotify will Musik-Markt im Internet aufrollen

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12.03.2012

Online-Musikdienst Spotify will Musik-Markt im Internet aufrollen

Abo-Dienst startet nach Einigung mit der Gema am Dienstag – 16 Millionen Titel zunächst kostenfrei.

Berlin – Es kommt Bewegung in den Markt für Online-Musikdienste: Der international beliebte Musikdienst Spotify kommt mit seinen 16 Millionen Titeln nach Deutschland – und das für ein halbes Jahr völlig kostenfrei. Wie Unternehmensvertreter am Montag der Nachrichtenagentur dapd in Berlin weiter bestätigten, wurde für den Start eine Einigung mit der Verwertungsgesellschaft Gema erzielt. Details blieben geheim.

Von Dienstag an können sich Nutzer bei Spotify anmelden – aber nur, wenn sie auch einen Zugang für das soziale Netzwerk Facebook haben. In den ersten sechs Monaten ist das Angebot kostenfrei, Spotify schaltet dafür zwischen den einzelnen Titeln Werbung. Werbechef Jeff Levick sagte, mit diesem Angebot sei die Plattform derzeit allein in Deutschland auf dem Markt. Konkurrent Simfy beschränkt die kostenfreie Nutzung seines Angebots auf monatlich fünf Stunden.

Musik legal gemietet

Die Gema, die Künstler in Deutschland vertritt, und der IT-Verband Bitkom hatten sich erst im Dezember nach langwierigen Verhandlungen auf ein Modell geeinigt, mit dem Musik im Internet gekauft werden kann. Darin waren auch Streaming-Dienste wie Spotify enthalten, hieß es damals. Details und konkrete Angebote standen jedoch aus. Die Gema hat für Dienstag zu ihrer jährlichen Pressekonferenz geladen.

Dienste wie Simfy und Spotify erlauben es den Nutzern, im Internet legal Musik zu hören. Dabei werden die Titel nicht heruntergeladen, sondern vom Hörer sozusagen gemietet. Außerdem können Nutzer eigene Musiklisten anlegen und diese mit ihren Freunden teilen. Dafür setzt Spotify auf die Anbindung an Facebook, das etwa jeder vierte Bundesbürger und weltweit knapp 850 Millionen Menschen nutzen.

Abomodell in mehreren Stufen

Mit der gänzlich kostenfreien Nutzung von Spotify in Deutschland dürfte es nach der sechsmonatigen Einführungsphase vorbei sein. In den USA beschränkt Spotify beispielsweise nach der unbegrenzten Testphase die monatliche Hördauer auf 10 Stunden. Details zum endgültigen Geschäftsmodell wollte Werbechef Levick allerdings noch nicht nennen. „Wir reden darüber in sechs Monaten“, sagte er dapd.

Zudem müssen Nutzer auch in Deutschland schon von Beginn an dafür bezahlen, wenn sie bei Spotify Musik ohne Werbung oder ihre Titel über das Handy hören möchten. Das kostet in zwei Stufen knapp fünf oder knapp zehn Euro pro Monat.

Spotify greift auf dem deutschen Markt neben Simfy auch das Musikportal Musicload der Deutschen Telekom an. „Ich glaube dass der Markt auf jeden Fall für mehrere groß genug ist“, sagte Axel Bringéus, der bei Spotify für die internationale Expansion zuständig ist. „Es ist dem Nutzer überlassen, zu entscheiden, wer gewinnen wird.“

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