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05.10.2011

Sportwagenbauer Porsche zahlt wegen Absage der VW-Fusion drauf

Stuttgart – Die auf Eis gelegte Fusion zwischen Porsche und dem VW-Konzern hat negative finanzielle Folgen für den Stuttgarter Sportwagenbauer. „VW müssen wir wie ein fremdes, drittes Unternehmen behandeln – und VW uns“, sagte Porsche-Chef Matthias Müller dem „Handelsblatt“. „Entsprechend bekommt der Konzern von uns Rechnungen mit einem Gewinnaufschlag präsentiert – und wir von VW.“ Wer draußen Geschäfte mache, müsse schließlich Rendite erzielen. Präzise Summen wollte Müller dabei nicht nennen. Er machte jedoch klar, dass es dabei um „nennenswerte Beträge“ gehe.

In der Zusammenarbeit mit VW hat Porsche dadurch nach Informationen aus Konzernkreisen vorerst finanziell das Nachsehen: Die höheren Kosten dürften absehbar erst einmal zulasten des Sportwagenbauers gehen. Die Stuttgarter beziehen von VW Dieselmotoren für die Modelle Cayenne und Panamera und kaufen dem Konzern Komponenten für den geplanten kompakten Geländewagen Cajun ab, der auf der Technik des Audi Q5 basiert Allerdings könnte sich das Blatt später wenden: Sollte Porsche die geplanten Baukästen für die Sportwagen und Luxuslimousinen des Konzerns entwickelt haben, bevor die Integration vollzogen ist, dürfte der VW-Konzern draufzahlen – da Marken wie Audi, Bentley, Bugatti und Lamborghini auf die Plattformen von Porsche zugreifen sollen.

Am Ende werden Porsche und VW nach Ansicht von Müller ungeachtet des Zeitverzugs bei der Integration jedoch die angestrebten vollen Synergien in Höhe von 700 Millionen Euro jährlich heben. „Und vielleicht wird die Summe sogar noch ein wenig höher ausfallen“, sagte Müller.

Der Sportwagenbauer und der VW-Konzern hatten kurz vor Beginn der Automesse IAA Mitte September ihre Pläne für eine Verschmelzung noch im laufenden Jahr abgeblasen, weil die Unternehmen die Milliardenrisiken scheuen, die sich aus mehreren laufenden Verfahren gegen Porsche in den USA und Deutschland ergeben.

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