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24.02.2010

Sponsoring-Vorwürfe treffen nun auch SPD

Berlin – Nach der Sponsoring-Vorwürfen gegen die FDP in Nordrhein-Westfalen gerät jetzt auch die SPD ins Zielfeld der Kritik. Einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge hätten auch die Sozialdemokraten den auf dem Landesparteitag der Partei im vergangenen April vertretenen Unternehmen Treffen mit ihren Politikern angeboten. Unter dem Punkt „besondere Wünsche“ hätten die Aussteller demnach ihren Wunschpartner aus der Partei und entsprechende Vorlieben für Foto-Termine angeben können. Die SPD selbst hat derartige Vorwürfe zurückgewiesen.

Die kürzlich bekanntgewordene Werbebrief-Affäre hatte der CDU einige negative Schlagzeilen eingebracht. Drei sogenannte „Partnerpakete“ habe die Partei Unternehmen und Geschäftsleuten angeboten, zudem hätten die Firmen für 14.000 bis 20.000 Euro einen Fototermin und Rundgang oder ein Einzelgespräche mit dem Ministerpräsidenten und den Ministern kaufen können. Der nordrhein-westfälische CDU-Generalsekretär Hendrik Wüst hatte gestern die Verantwortung für den Skandal übernommen und sein Amt niedergelegt. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU), der nach eigener Aussage nichts von den Werbebriefen gewusst habe, hat heute den Landesmedienminister Andreas Krautscheid zum Nachfolger Wüsts erklärt.

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