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29.08.2010

Spirituosenhersteller Berentzen plant Zukäufe

Haselünne – Der traditionsreiche Spirituosenhersteller Berentzen will in den kommenden Jahren kräftig wachsen und plant dafür auch Zukäufe. „Wenn etwas zu einem vernünftigen Preis zu haben ist, werden wir das machen“, sagte Vorstandchef Stefan Blaschak der „Welt“. Ziele gebe es derzeit genug und Berentzen habe auch bereits einige Kandidaten im Visier. Weiter konkretisieren wollte Blaschak seine Pläne nicht. Voraussetzung sei allerdings, dass die Übernahmekandidaten sein Unternehmen auch im Ausland weiterbringen. Denn Berentzen will vor allem sein internationales Geschäft stark ausbauen.

Großes Potenzial sieht das Management unter anderem in Indien und China, kurzfristig liegt der Fokus aber auf den vier Ländern USA, Tschechien, Niederlande und Russland. Die Niedersachsen planen sogar eine eigene Wodka-Produktion in Russland. Anfangs soll der Getreide- und Kartoffelschnaps von einem Partner in Lizenz gebrannt werden. Je nach Erfolg ist Blaschak zufolge dann mittelfristig auch der Aufbau einer eigenen Fertigung denkbar.

Auch im Geschäft mit alkoholfreien Getränken ist eine Expansion vorgesehen. „Wir haben alkoholfreie Getränke als strategisch wichtiges Segment definiert. Also wollen wir diesen Bereich auch weiter stärken“, kündigt Blaschak an. Denkbar sei sowohl der Kauf von Marken als auch von Abfüllbetrieben, insbesondere in Süddeutschland. „Da haben wir noch eine geographische Lücke“, sagte der Manager. Nicht in Frage kämen Billiganbieter. „19-Cent-Discounter-Wasser wird es bei uns nicht geben.“

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