Nachrichten und Schlagzeilen aus aller Welt newsburger.de

15.12.2009

Spielregeln für iPhone-Apps – Applikationen mit juristischem Beistand entwickeln

Hannover (pressebox) – Unternehmen, die eigene iPhone-Applikationen entwickeln wollen, sollten schon vor Beginn ihres Vorhabens die rechtlichen Spielregeln prüfen, rät das IT-Profimagazin iX in seiner aktuellen Ausgabe 1/10, die am 17. Dezember in den Handel kommt.

Im November 2009 waren insgesamt circa 100 000 iPhone-Apps verfügbar, mehr als zwei Milliarden wurden bislang heruntergeladen. Das Interesse, „eigene“ Programme zu entwickeln und zu verbreiten, ist ungebrochen. Wer darüber nachdenkt, sollte sich zunächst Apples Spielregeln dazu genau ansehen. Denn nur, wer sich an die Vorgaben hält und überdies seine Rechte kennt, erlebt kein böses Erwachen. Zentrales Dokument für iPhone-Entwickler ist Apples „iPhone Developer Program License Agreement“, kurz iDPLA. Es gliedert sich in einen allgemeinen Teil sowie in jeweils einen Bereich für kostenlose beziehungsweise kostenpflichtige Apps. Wichtig sind insbesondere die Regelungen für kostenpflichtige iPhone-Apps. So übernimmt Apple hier über den App Store die finanzielle Abwicklung und sichert sich einen Umsatzanteil von 30 Prozent.

Dass Apps weder gegen Recht und Gesetz verstoßen dürfen, noch obszön oder anstößig sein dürfen, versteht sich fast von selbst. Aber Apple nimmt sich darüber hinaus das Recht heraus, Anwendungen auch ohne Angabe von Gründen ablehnen zu dürfen. Einmal geschlossene Lizenzverträge können jederzeit mit 30 Tagen Frist gekündigt werden. Während Apple sich überall bei der Entwicklung Mitbestimmungsrechte sichert, sieht das bei der Risikoübernahme ganz anders aus: Die Verantwortung wälzt Apple immer auf das Unternehmen ab. So ist der Anbieter der Anwendung für die Einhaltung nationaler Gesetze und Regelungen selbst zuständig. Problematisch ist hier, dass die App Stores zum Teil weltweit erreichbar sind. In Bezug auf Steuern heißt das, dass der Lizenznehmer die Steuergesetze verschiedener Länder beachten muss, also die Steuerpflicht für jedes Land prüfen muss. Für die EU und USA führt Apple immerhin Mehrwert- und Vertriebssteuern ab, was den Anbietern das Leben deutlich erleichtert.

Da es sich bei dem iDPLA um einen amerikanischen Vertrag handelt, müssen Entwickler hierzulande besonders aufpassen, deutsche Rechtsgrundsätze sind nicht anwendbar. „Im Zweifel sollten Entwickler und Juristen hier zusammenarbeiten, denn die juristischen Aspekte sind eng mit technischen Anforderungen verknüpft“, rät iX-Redakteurin Ute Roos.

Weitere interessante Artikel

Unterstützen durch teilen: Sie können unsere Arbeit ganz einfach unterstützen indem Sie diesen Artikel auf einer der folgenden Social Media Plattformen teilen. Jeder geteilte Artikel hilft uns. Dankeschön!
Google+

© newsburger.de

URL zum Artikel: newsburger.de/spielregeln-fuer-iphone-apps-applikationen-mit-juristischem-beistand-entwickeln-4857.html

Weitere Nachrichten

NPD-Fahne

© über dts Nachrichtenagentur

Bericht Verfassungsschutz beobachtet Schrumpfprozesse bei der NPD

Die regionalen Organisationsstrukturen der NPD bröckeln. Nach Beobachtungen mehrerer Landesverfassungsschutzämter muss die rechtsextreme Partei zunehmend ...

Fahnen von Deutschland und Großbritannien

© über dts Nachrichtenagentur

Merkel zu Brexit „Wir wollen zügig verhandeln“

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei den anstehenden Brexit-Verhandlungen aufs Tempo gedrückt. "Wir sind vorbereitet auf die Verhandlungen für den ...

EU-Parlament in Brüssel

© über dts Nachrichtenagentur

EU-Türkei-Beziehungen Juncker nennt Yücel-Haft „fetten Skandal“

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker drängt die Türkei, den deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel umgehend freizulassen. "Der Mann sitzt erkennbar ...

Weitere Schlagzeilen