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"Spiegel" Namensstreit beim Grimme-Institut

Marl – Das renommierte Adolf-Grimme-Institut soll nach seiner umstrittenen Fusion mit dem Europäischen Zentrum für Medienkompetenz (ecmc) nur noch Grimme-Institut heißen, was intern prompt auf Kritik stößt. „Es ist uns unverständlich, warum man sich so vom Namensgeber abgrenzt“, sagte der Vorsitzende des Vereins der Freunde des Adolf-Grimme-Preises.

Der Vorname möge bei manchem, der geschichtsunkundig sei, auf Befremden stoßen. Grimme, der wegen Verbindung zum Widerstand von den Nazis drei Jahre ins Zuchthaus gesteckt wurde, stehe jedoch mit seiner Biografie für Antifaschismus. Deshalb gebe es keinen Grund, warum dem Institut der Name peinlich sein sollte.

Institutschef Uwe Kammann sagte: „Der Verzicht auf den Vornamen ist kein symbolischer Mord an Adolf Grimme, sondern eine Verschlankung, die Name und Logo markanter machen soll.“ Zudem komme das Goethe-Institut ja auch ohne Vornamen aus. Fusion und Namensänderung werden am Mittwoch mit einem Festakt begangen.

11.12.2010 © dts Nachrichtenagentur / newsburger.de

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