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SPD-Verteidigungspolitiker Arnold kritisiert freiwilligen Wehrdienst

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22.07.2011

Wehrdienst SPD-Verteidigungspolitiker Arnold kritisiert freiwilligen Wehrdienst

Berlin – Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, hat angesichts der hohen Abbrecher-Quote unter den neuen freiwillig Wehrdienstleistenden scharfe Kritik geübt. „Der freiwillige Wehrdienst ist auf einen siechenden Tod angelegt“, sagte er der „Mitteldeutschen Zeitung“. „Das Ganze ist schludrig gemacht. Das wird nichts.“

Da der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) die Wehrpflicht allzu eilig ausgesetzt habe, habe die nötige Vorbereitungszeit gefehlt. Nun würden den jungen Leuten nicht die angemessenen Dienstposten angeboten. Man gebe ihnen nicht das Gefühl, etwas zu lernen und gut behandelt zu werden. Arnold ist überzeugt: „Wenn das schlecht startet, spricht sich das in der jungen Generation negativ rum. Dann wird es immer schwieriger werden.“

Der ehemalige Generalinspekteur Harald Kujat erklärte der „Mitteldeutschen Zeitung“: „Wenn ich es jemandem leicht mache, eine Entscheidung zurückzunehmen, dann macht er beim geringsten Anlass davon Gebrauch. Die Bundeswehr ist aber keine Durchlaufstation.“ Statt eines freiwilligen Wehrdienstes zwischen sechs und 23 Monaten sei es besser, die Interessenten als Zeitsoldaten für mindestens 24 Monate zu verpflichten, so Kujat. Dann seien sie auch im Ausland einsetzbar und kämen danach als Reservisten in Betracht. „Das ganze Modell funktioniert nicht“, glaubt der General a. D. „Es wird nicht mehr lange bestehen.“

Medien hatten zuvor berichtet, dass die Quote derer, die seit Bestehen des freiwilligen Wehrdienstes am 1. Juli ihren Dienst abgebrochen habe, an einzelnen Standorten bis zu 20 Prozent betrage.

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