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Edathy beschimpft Kommentator auf Facebook

© Deutscher Bundestag / Lichtblick / Achim Melde

09.09.2011

"Sie können mich mal" Edathy beschimpft Kommentator auf Facebook

„Ich schlage vor, Sie verklagen mich oder lassen mich verklagen!“

Berlin – Der SPD-Rechtspolitiker Sebastian Edathy hat auf seiner Facebook-Seite einen Kommentator mehrfach abgekanzelt, was in der Beschimpfung „Sie können mich mal.“ gipfelte. Wie die in Berlin erscheinende Tageszeitung „Die Welt“ berichtet, hatte zuvor der Inhaber einer Foto-Agentur und Facharzt für Kiefern- und Gerichtschirurgie, Robert Kah, das Mitglied des Rechtsausschusses im Bundestag auf die urheberrechtlich problematische Verwendung von Fotos hingewiesen.

Der „Welt“ zufolge schrieb Kah dem Bundestagsabgeordneten und Mitglied des Rechtsausschusses in einem Kommentar zunächst: „Sie nutzen hier bei Facebook eine ganze Reihe von Fotos für Ihre politischen Aktivitäten, die nicht von Ihnen sind. Das gleiche gilt auch für Zeitungsartikel beziehungsweise Fotos von Plakaten, die Sie zur Eigenwerbung nutzen. Haben Sie die Nutzungsrechte von den jeweiligen Autoren dafür erworben?“ Edathy antwortete darauf mit der Bemerkung: „Ich schlage vor, Sie verklagen mich oder lassen mich verklagen!“

Als Robert Kah in der Sache nachhakte, erwidert Edathy: „Sie nerven.“ Doch Kah ließ, so berichtet die „Welt“, nicht locker und fragte, warum ausgerechnet ein Rechtsexperte „so wenig Sensibilität“ in Sachen Urheberrecht besitze. Daraufhin schrieb Edathy zurück: „Dem können Sie gerne Folgendes hinzufügen: Sie können mich mal.“ Und nachdem Kah in fünf Fällen die Rechteinhaber der veröffentlichten Bilder nannte, antwortete Edathy, Kah habe „zu viel Zeit“ und könne ihn, „wie gehabt, mal am Arsch lecken.“

Edathy selbst nimmt in der „Welt“ dazu Stellung: „Die Zusendung von Herrn Kah war rein politisch motiviert. Für eine Entschuldigung sehe ich keinen Grund.“ Zur Frage der Urheberrechtsverletzung sagte der SPD-Politiker der Zeitung: „Mein Auftreten in einem sozialen Netzwerk dient der Kommunikation innerhalb eines begrenzten Kreises. Die von Herrn Kah geltend gemachten Maßstäbe würden übrigens dazu führen, dass ein Drittel aller Facebook-Einträge überhaupt gelöscht werden müssten.“

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