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Martin Dulig

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24.06.2019

Ostbeauftragter Spitzenpersonal der SPD ist ausgebrannt

„Ich kann mir vorstellen, dass es auf eine Doppelspitze hinausläuft.“

Berlin – Der Ostbeauftragte der SPD, Martin Dulig, ermuntert die Kommunalpolitiker der Sozialdemokraten, sich um den vakanten Parteivorsitz zu bewerben.

„Ich würde mich freuen, wenn einer unserer erfolgreichen Oberbürgermeister die Herausforderung annimmt“, sagte Dulig der „Welt“ (Montagsausgabe). „Mir fallen schon einige Leute in den Städten und Ländern ein, die ich für fähig halte. Die kennt man vielleicht in Berlin noch nicht. Aber das lässt sich ändern.“

Dulig gehört dem Parteivorstand an, der sich an diesem Montag auf ein Verfahren zur Neuwahl eines SPD-Chefs verständigen will.

„Am Montag werden wir im Parteivorstand die ersten Entscheidungen treffen. Ich kann mir vorstellen, dass es auf eine Doppelspitze hinausläuft und auch eine Mitgliederbefragung mehrheitsfähig ist“, so Dulig.

Eile gebe es dabei nicht: „Wir haben weder Zeitstress noch Personalnot. Mit Malu Dreyer, Manuela Schwesig und Thorsten Schäfer-Gümbel moderieren drei in der Partei anerkannte Persönlichkeiten den Übergang. Keiner von ihnen will Vorsitzender werden. Sie können also ohne persönliche Motive eine ehrliche Suche nach den besten Ideen und den besten Personen gestalten.“

Das Spitzenpersonal der SPD hält der Landesvorsitzende aus Sachsen dagegen für ausgebrannt: „Wenn ich mir das bekannte Spitzenpersonal anschaue, dann sage ich auch: Wir sind da inzwischen etwas ausgebrannt.“

Insbesondere die Riege der ehemaligen Parteivorsitzenden kritisierte Dulig scharf. „Ich wäre froh, wenn so mancher unserer Altvorderen einfach mal ein paar Wochen lang in keine Talkshow ginge, keine Aufrufe machte, keine Kommentierungen von der Seitenlinie.“ Manchmal sei Schweigen hilfreicher.

„Jetzt ist die junge Generation in der Verantwortung – und nicht mehr diejenigen, die uns das alles eingebrockt haben“, sagte Dulig mit Blick auf einen vor wenigen Tagen veröffentlichten Aufruf von neun ehemaligen Vorsitzenden für mehr Geschlossenheit.

Den Rücktritt von Andrea Nahles wertet Dulig als richtig. Die SPD habe ein Vermittlungsproblem ihrer Politik. „Wir liefern in der Bundesregierung gute Gesetze, dennoch geht es in den Umfragen nach unten. Es muss also an den Personen liegen, die uns repräsentieren“, sagte Dulig. „Wir werden als alte Partei gesehen, nicht als moderne.“

Dulig selbst steht für den Bundesvorsitz derzeit nicht zur Verfügung. „Meine Aufgabe heißt Sachsen. Ich kann die Landtagswahl nur erfolgreich bestehen, wenn ich den Leuten sage: Ich bleibe hier und kümmere mich. Also: ich will jetzt nicht nach Berlin, aber mit meinen inhaltlichen Vorschlägen helfe ich gern.“

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